10 Tipps fürs Strom sparen beim Backen

Backöfen sind wahre Energiefresser. Wir haben 10 Tipps zusammengestellt, wie der Backofen möglichst energieeffizient genutzt werden kann. Das spart nicht nur Energie, sondern auch Geld.
Aktualisiert am: 27.07.2023
Nahaufnahme eines Küchengeräts aus Edelstahl mit Bedienknöpfen und Tasten.

Nicht immer im Backofen aufwärmen

Wer nur kleine Mengen aufwärmen, kochen oder braten möchte, sollte am besten zu folgenden Alternativen greifen:

  1. Toaster

    Die Frühstückssemmel wird am besten im Toaster aufgebacken. Das geht nicht nur schnell, sondern verbraucht auch bis zu 70 Prozent weniger Energie als der Backofen.

  2. Mikrowelle

    Für kleine Speisemengen, bis zu ca. einem halben Kilo, ist die Mikrowelle eine sehr gute Alternative.

    In der Mikrowelle geht das Aufwärmen nicht nur schneller, sondern verbraucht auch weniger Energie. 

  3. Herd

    Erst ab einer Menge von 1 bis 2 kg lohnt sich der Einsatz des Backofens. Ein Stück Fleisch kann energiesparender auf dem Herd zubereitet werden.

Backformen und Bleche

Warum sind Backbleche schwarz? Schwarz lackierte oder emaillierte Backformen nehmen die Hitze am besten auf, sprich sparen Energie - deshalb sind sie dunkel.

  1. Bleche im Ofen lassen?

    Nicht benötigte Bleche und Roste sollten während des Backvorgangs nicht im Ofen verbleiben. Sie werden dann nämlich mitaufgeheizt und verbrauchen unnötig Energie.

Vorheizen vermeiden

Vorheizen ist tatsächlich nicht bei allen Gerichten notwendig, vor allem nicht bei modernen Geräten. Wer zu lange vorheizt, verbraucht unnötig Energie. Wenn der Backofen leer, aber schon heiß ist, wird unnötig Energie verbraucht.

  1. Brot und Kuchen

    Bei Biskuitteig und Brandteig ist vorheizen sinnvoll, da der Teig sonst zusammenfallen kann.

    Beim Brot backen (und überall wo sich die Kruste erst nach dem Backrohr-Vorgang bildet) kann man sich das Vorheizen sparen.

  2. Das sparst du dir

    Durch effektives Vorheizen können jährlich rund 20 Prozent Energie eingespart werden.

Verwende Umluft

  1. Ober- Unterhitze oder Umluft

    Umluft verbraucht um bis zu 40 Prozent weniger Energie als die anderen Heizprogramme wie zum Beispiel Ober- und Unterhitze. Die Umluftfunktion verteilt die Wärme gleichmäßig im Backofen. Das bedeutet, dass mehrere Einschubebenen gleichzeitig genutzt werden können – praktisch beim Kekse Backen.

  2. Temperatureinstellung

    Die Temperatur kann um ca. 20 bis 30 °C niedriger eingestellt werden als bei Ober- und Unterhitze.

    Die Backzeit bleibt jedoch gleich. Das spart einiges an Energie.

Backvorgänge planen

  1. Planung spart Energie

    Wer morgens ein Brot backen, mittags einen Braten in den Ofen schieben und nachmittags noch einen Kuchen backen will, verbraucht viel Strom. Der Backofen muss mehrmals am Tag aufgeheizt werden.

    Wenn die Backvorgänge nacheinander geplant werden, kann Energie gespart werden. Das heißt, am besten erst das Brot, dann den Kuchen backen und anschließend den Braten ins Rohr stellen.

     

Backofenreinigung – am besten mit der Hand

  1. Stromverbrauch bei verschmutzen Backöfen

    Ein verschmutzter Backofen leitet die Wärme schlechter, was zu einem höheren Stromverbrauch führt.

  2. Automatische Backofenreinigung

    Viele Backöfen besitzen mittlerweile eine automatische Backofenreinigung. Diese erreicht Temperaturen von bis zu 500 °C und verbraucht sehr viel Strom.

  3. Tipp

    Verschmutzungen am besten mit einem feuchten Tuch direkt nach dem Backen entfernen.

Backofentür geschlossen halten

  1. Energieverlust

    Jedes Mal, wenn die Backofentür geöffnet wird, gehen rund 20 Prozent der Wärmeenergie verloren. Die verlorene Wärme muss durch Nachheizen nachproduziert werden – das kostet natürlich Geld.

  2. Speisen herausnehmen

    Die Backofentür so weit wie möglich geschlossen halten – das Offenhalten der Backofentür verbraucht unnötig Energie.

    Um die Konsistenz der Speisen zu überprüfen, ist es am besten, die Speisen herauszunehmen und die Ofentür schnell wieder zu schließen.

Restwärme nutzen

  1. 5-10 Minuten sparen Energie und Geld

    5 bis 10 Minuten vor Ende der Back- oder Bratzeit kann der Backofen abgeschaltet werden. So wird die Restwärme optimal genutzt und Energiekosten gespart.

Richtiger Standort für den Backofen

  1. Nicht neben den Kühlschrank stellen

    Der Backofen sollte nie neben den Kühlschrank gestellt werden, beide Geräte beeinflussen sich beim Stromverbrauch negativ. Der Kühlschrank sollte auch keinen anderen Wärmequellen (Sonneneinstrahlung) ausgesetzt sein.

Backofen Neukauf

  1. EU-Energielabel

    Beim Kauf eines neuen Backofens sollte auf das EU-Energielabel geachtet werden. Mithilfe des Labels kann der Energieverbrauch verschiedener Geräte miteinander verglichen werden.

  2. Elektronische Uhr

    Eine elektronische Uhr am Backofen dient zur Vorwahl der Backzeit und verbraucht ständig Strom.

    Wird die Uhr wirklich benötigt oder reicht auch ein guter alter Kurzzeitwecker um einen Timer zu stellen? Wer auf die Uhr verzichten kann, kauft beim Neukauf am besten einen Backofen ohne Uhr.

Wer seine Stromfresser im Haushalt aufdecken möchte, kann unseren online Energiesparcheck ausprobieren.

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