Der große Energiecheck für Familien
Wissen, wo man sparen kann. Wir haben eine Familie in Simmering besucht und mit ihr gemeinsam ihren täglichen Stromverbrauch gemessen.
Verwenden Sie beim Geschirrspüler und der Waschmaschine das ECO-Programm?
Energie ist nichts, was man achtlos verbrauchen sollte. Aber wo zahlt es sich wirklich aus, die Gewohnheiten im Alltag zu ändern? Ein Stromsparversuch bei Martina, Martin und Samuel.
Samuel und sein Papa Martin sitzen im Keller vor der PS4 und spielen FIFA, Paris Saint- Germain gegen Olympique de Marseille. Es steht 3:1 für Marseille, aber das ist nicht so wichtig, den wichtigsten Zwischenstand liefert nämlich ein Gerät, das zwischen Konsole und Steckdose steckt: Das Strommessgerät. Und das sagt gerade: 80 Watt.
Wie viel Strom verbrauchen wir eigentlich? Und wofür? Zugegeben: Diese Fragen haben wir uns lange nicht gestellt, Strom war einfach da und hatte vor allem kein Preisschild. Doch seit einigen Monaten ist klar, dass Energie nicht gratis ist, und darum lohnt es sich, auch mal im Alltag nachzuprüfen, wofür wir wie viel Strom verbrauchen.
Wir haben deswegen Martina, Martin und Samuel in ihr Simmeringer Haus begleitet und den Verbrauch dieser ganz normalen Familie überprüft.

Energiecheck in der Küche

Am meisten Strom saugt wohl die Küche, sagt Martina: „Für Lebensmittel geben wir am meisten Geld aus und das wird auch beim Energieverbrauch so sein.“ Stimmt: Die Filterkaffeemaschine hat eine Leistung von etwa 1.000 Watt. Sie wird am Tag zwei Mal benutzt, großzügig gerechnet läuft sie eine Stunde täglich. Beim Preis des Standardtarifs von Wien Energie, 43 Cent pro Kilowattstunde, kostet das Kaffeekochen drei Euro pro Woche*. Der Wasserkocher braucht deutlich weniger, sein Verbrauch variiert je nachdem, wie viel Wasser erhitzt wird.
Der Wasserkocher braucht deutlich weniger, sein Verbrauch variiert je nachdem, wie viel Wasser erhitzt wird. Und genau deshalb sollte auch immer nur so viel Wasser erwärmt werden, wie tatsächlich benötigt wird. Außerdem hilft es beim Sparen, wenn das Gerät regelmäßig entkalkt wird.
Der Wasserkocher braucht deutlich weniger, sein Verbrauch variiert je nachdem, wie viel Wasser erhitzt wird. Und genau deshalb sollte auch immer nur so viel Wasser erwärmt werden, wie tatsächlich benötigt wird. Außerdem hilft es beim Sparen, wenn das Gerät regelmäßig entkalkt wird.
TIPP: LED-Leuchten
Eine LED-Lampe braucht in etwa 9 Watt. Damit verbraucht und kostet sie ungefähr 80 Prozent weniger als eine Halogenleuchte. Also schnell auf LED-Leuchten umsteigen!
Energiesparen mit dem Eco-Programm
Martina, Martin und Samuel sind sehr bewusste Konsument*innen. Energiefresser wie einen Wäschetrockner besitzen sie nicht, dafür hat die Familie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Alle drei achten darauf, dass Licht nicht achtlos brennt oder die Heizung nicht läuft, wenn sie nicht gebraucht wird. Jetzt aber werden zum Beispiel Waschmaschine und Geschirrspüler auch nur dann aufgedreht, wenn die Sonne aufs Dach scheint – und sie von der eigenen Photovoltaik-Anlage betrieben werden.
Und, sagt Martin: „Wenn wir wegfahren, stecken wir alle Elektrogeräte aus, weil die ja auch im Standby-Modus Strom saugen.“ Beim Energiecheck mit dem Messgerät zeigt sich, dass die Nutzung des Eco-Waschgangs für die Familie tatsächlich einen großen Unterschied macht. Bis zu 50 Prozent können damit bei Geschirrspüler und Waschmaschine je Waschgang eingespart werden – da kommt bei einer Familie schon etwas zusammen.
Einfach selbst nachmessen
Wer wissen möchte, welche Geräte zu Hause den meisten Strom fressen, kann ganz einfach mit einem Strommessgerät nachmessen. Es misst, wie viele Kilowattstunden (kWh) ein elektronisches Gerät verbraucht. Dafür wird das Messgerät einfach zwischen Steckdose und Stecker des zu messenden Geräts eingesteckt. So kann jedes Elektrogerät im Haushalt nacheinander überprüft werden.

Wir haben den großen Energiecheck auch mit einem Designbüro, einer WG und den Omas von der Vollpension durchgeführt.
*Für alle Berechnungen sind wir von einem Preis pro Kilowattstunde von 43 Cent ausgegangen, dem Verbrauchspreis des aktuellen Standardvertrags von Wien Energie.
Über unseren online Energiesparcheck findet übrigens jeder seine Stromfresser im Haushalt.


