Unsere größten PV-Anlagen in Wien

Der Klimawandel ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Um unser Ziel, die Stadt bis 2040 zu dekarbonisieren zu erreichen, ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien essentiell. Wien ist nämlich nicht nur die lebenswerteste Stadt der Welt sondern auch Sonnenstadt!
Aktualisiert am: 29.04.2025
Luftaufnahme einer großen Photovoltaikanlage in der Schafflerhofstraße, umgeben von Feldern und Bäumen unter einem klaren Himmel.

Eines vorweg: Die Größe, sprich die verbaute Fläche einer Photovoltaik-Anlage, sagt nicht automatisch etwas über die Leistungsstärke aus. Die Leistung, die eine Photovoltaikanlage erbringt wird durch die Modulart, die Effizienz der Module, die klimatischen Bedingungen und den Aufstellungsort bestimmt. Damit das Potential der Sonnenstadt Wien ideal genutzt werden kann, passen wir unsere Photovoltaik-Anlagen immer auf die unterschiedlichen Gegebenheiten eines Standortes an. In unserem Blogartikel erfährst du deshalb mehr über unsere leistungsstärksten Photovoltaikanlagen in Wien.

Die Leistung einer Photovoltaikanlage wird in Watt angegeben. Zum Vergleich, im privaten Bereich werden meistens Anlagen zwischen 4 und 10 kWp Leistung gebaut.

Schafflerhofstraße: rund 17 Megawatt-Peak (MWp)

Getreide-Ernte Schafflerhofstraße mit BOKU Wien

Eines der größten Solarkraftwerke Österreichs wurde 2021 in der Schafflerhofstraße in Wien-Donaustadt in Betrieb genommen. Die 17 Megawatt-Anlage produziert jährlich 17 Gigawattstunden Sonnenstrom für 8.700 Wiener Haushalte.

Die Anlage ist ein Vorzeigebeispiel für umweltverträgliche und flächeneffiziente Freiflächenanlagen: Die Fläche unter dem Solarkraftwerk dient von April bis Oktober als Weidefläche für 150 Juraschafe. Außerdem bietet die Anlage einen Lebensraum für Natur und Umwelt, wie zum Beispiel Hasen, Vögel, Füchse.

Ein Teil der Anlage ist zudem als sogenannte Agrar-Photovoltaikanlage umgesetzt. Rund 400 Module sind bifazial – produzieren also auf beiden Seiten Strom – und stehen vertikal. So können gleichzeitig Nahrungsmittel und Ökostrom produziert werden. Im ersten Jahr wurden zur Bodenverbesserung noch vorrangig Luzerne angebaut. 2022 wurden verschiedene Getreidesorten (Winterweizen, Winterdinkel und Wintergerste) und Sojabohnen angebaut, welche im ersten Erntejahr bereits gute Erträge lieferten. Im Jahr 2023 wird der Versuch gemäß dem Prinzip der Fruchtfolge fortgesetzt. Die vertikale Anlage in der Schafflerhofstraße ist die größte Anlage ihrer Art in Österreich.

Hauptkläranlage EBS Wien, Wasserbehälter: 1,92 Megawattpeak (MWp)

Auf 28.000 Quadratmeter Gesamtfläche (dies entspricht in etwa vier Fußballfeldern) wurden 6.500 Photovoltaikmodule errichtet. Die Anlage erzeugt 2 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom, dies spart jährlich ca. 706 Tonnen CO₂.

Der Wasserbehälter Unterlaa am südlichen Stadtrand Wiens spielt für die Wiener Wasserversorgung eine wichtige Rolle. Mit einem Volumen von 162.000 Kubikmetern deckt er mehr als ein Drittel des Wasser-Tagesbedarfs von Wien ab. Von hier aus fließt das Wasser der I. Hochquellenleitung Richtung Handelskai über die Floridsdorfer Brücke und Nordbrücke und versorgt so tausende Wiener Haushalte.

40 Prozent des Energiebedarfs werden mit der installierten Photovoltaikanlage gedeckt, darüber hinaus speist die Anlage Überschüsse ins Stromnetz ein.

Gärtnerei Zentralfriedhof: 1,4 Megawattpeak (MWp)

Solarmodule auf dem Gelände des Zentralfriedhofs mit der Friedhofskirche und Bäumen im Hintergrund, alles unter einem klaren blauen Himmel, demonstrieren den innovativen Einsatz einer Photovoltaikanlage.

Die Photovoltaikanlage am Zentralfriedhof wurde als Bürger*innen-Solarkraftwerk umgesetzt. Die Photovoltaikanlage produziert jährlich 1.435 Megawattstunden klimaneutralen Sonnenstrom, damit werden 570 Haushalte mit klimafreundlicher Energie versorgt.

Rosiwalgasse: 994 Kilowattpeak (KWp)

Hamster auf Gras in der Nähe von Solarmodulen und dem Kraftwerk Inzersdorf.

Das Solarkraftwerk Liesing, in der Rosiwalgasse besteht aus 3.976 Photovoltaikmodulen und wurde auf einer Fläche von 6.000 m² errichtet. Mit dem Solarkraftwerk können 400 Haushalte mit umweltfreundlichen Strom versorgt werden.

Auf den Feldern des Fernheizwerks Süd trifft Klima - auf Naturschutz: Neben der Photovoltaikanlage wurde obendrein noch eine Schutzwiese für bedrohte Arten errichtet. So haben etwa Feldhamster, Heuschrecken und Eidechsen zwischen den Modulen wieder ein Zuhause gefunden.

In Kooperation mit dem Verein Stadtimker wurden im Frühjahr 2016 zehn Bienenstöcke errichtet. Am Rande der Photovoltaikanlage werden Schutzwiesen für die Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt. Rund eine Million Bienen produzieren hier jährlich 100 Kilogramm Honig.

Krankenhaus Wien Nord: 603 Kilowattpeak (KWp)

Photovoltaik-Module auf dem Dach der Klinik Floridsdorf.

Als erstes Spital in Wien wurde die Klinik Floridsdorf mit einer 4.000 m² großen Photovoltaikanlage ausgestattet, weitere folgten natürlich. Die 2.000 Photovoltaikmodule wurden auf dem Dach der Hochgarage errichtet.

Die Anlage erzeugt jährlich 600.000 Kilowattstunden Strom. Dieser wird im laufenden Betrieb der Klink Floridsdorf verwendet. Dies entspricht in etwas dem Strombedarf von 230 Haushalten.

Hauptwerkstätte Simmering: 562 Kilowattpeak (KWp)

Auf dem Flachdach der Wiener Linien Hauptwerkstätte befindet sich eine große Photovoltaikanlage.

1.369 Photovoltaikmodule befinden sich auf dem 8.000 m² großen Dach der Wiener Linien Hauptwerkstätte in Simmering. Jährlich produzieren diese 600.000 Kilowattstunden Sonnenstrom, dies entspricht dem Jahresstromverbrauch von ca. 300 Wiener Haushalten.

Der Strom wird vor Ort im Betrieb der Hauptwerkstätte eingesetzt und deckt zu Spitzenzeiten im Sommer rund 30 Prozent des Strombedarfs.

ÖAMTC Wien West: 521,9 Kilowattpeak (KWp)

Eine riesige Anordnung von Solarmodulen auf dem Dach des ÖAMTC. In der Ferne ist unter einem bewölkten Himmel die Wiener Stadtlandschaft zu sehen.
FOTObyHOFER/Christian Hofer

Am größten ÖAMTC-Stützpunkt Österreichs in Wien-West sorgt eine Photovoltaikanlage für umweltfreundlichen Antrieb. Das von Wien Energie errichtete Solarkraftwerk liefert aber nicht nur Sonnenstrom für den Standort, sondern versorgt auch private Haushalte in Wien.

Die 1.410 Photovoltaikmodule sind auf dem 4.000 m² großen Flachdach montiert und sparen jährlich über 173.000 Kilogramm CO₂ ein.

Der ÖAMTC nimmt als erster Großkunde an der Pilot-Energiegemeinschaft von Wien Energie teil. In diesem Innovationsprojekt wird über eine digitale Plattform überschüssiger Sonnenstrom mit anderen Teilnehmer*innen gehandelt und kann von diesen genutzt werden. Ein Pilotprojekt, das aufzeigt, wie die Energiezukunft für mehr Klimaschutz in der Stadt aussehen kann.

Kraftwerk Donaustadt: 500 Kilowattpeak (kWp)

Wien Energie/Ian Ehm

Der Auftakt zu einem Erfolgsmodell: 2012 ging am Kraftwerk Donaustadt das erste Bürger*innenkraftwerk ans Netz. Auf einer Fläche von 3.000 m² wurden 2.040 Photovoltaik-Module errichtet. Sie erzeugen seither sauberen Strom für 200 Wiener Haushalte.

Zentralfriedhof Freifläche mit 490 Kilowattpeak (KWp)

Sonnenkollektoren auf einer grünen Wiese unter blauem Himmel mit vereinzelten Wolken. Im Hintergrund ist die Friedhofskirche des Zentralfriedhofs zu sehen.

Auch wenn man es bei einem Spaziergang durch den Zentralfriedhof nicht vermuten würde: Hier befindet sich eine der größten Photovoltaikanlagen der Stadt.

Mit der Anlage, welche auf 3.000 m² umgesetzt wurde, werden in etwa 200 Haushalte mit sauberem Strom versorgt.

Leopoldau Gasspeicher: 480 Kilowattpeak (kWp)

Wien - Text folgt!

Am Gasspeicher Leopoldau in Floridsdorf wurde auf einer Fläche von 2.880 m² eine Photovoltaikanlage mit 1.920 Modulen errichtet.

Etwa 170 Haushalte werden so mit sauberem Strom versorgt, das spart jährlich 170 Tonnen CO₂ ein.

Wien ist Sonnenstadt! Unsere Solarkraft-Offensive

Damit die Klimawende gelingt, ist es wichtig, dass so viele Dachflächen wie möglich für die Stromerzeugung genutzt werden. Deshalb wurden bis 2022 alle geeigneten Gebäude aus dem Sozial-, Gesundheits- und Sportressort mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Und die Offensive geht weiter. Wir sprechen hier von einer Fläche von 17 Fußballfeldern und einer Leistung von bis zu 8 Megawatt.

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