Energieferien 2027 in Österreich: Woher kommt der Begriff?
Schulferien im Februar sind für uns bereits zur Gewohnheit geworden. Aber warum gibt es die sogenannten Energieferien überhaupt?
Warum nennt man die Semesterferien auch Energieferien? Warum wurden sie eingeführt?
Das Wichtigste in Kürze
- Energieferien wurden 1973 während der Ölkrise eingeführt, um Heizkosten in Schulen zu sparen.
- Der Begriff „Energieferien“ wird heute oft mit „Energie tanken“ verwechselt – ursprünglich ging es ums Energiesparen.
- Der Energieverbrauch hat sich durch Wintertourismus verlagert – echte Einsparung ist kaum messbar.
- In Wien liegt die Stromeinsparung an Ferienwerktagen bei nur 2–3 %.
Wir verraten in diesem Artikel, wann die Energieferien dieses Jahr stattfinden, welchen historischen Hintergrund sie haben und welche Auswirkungen dieser noch heute hat.
Wann finden 2027 Energieferien in Österreich statt?
- Wien und Niederösterreich: 1. Februar 2027 bis 6. Februar 2027
- Burgenland und Kärnten: 8. Februar 2027 bis 13. Februar 2027
- Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg: 15. Februar 2027 bis 20. Februar 2027
Die Geschichte hinter den Energieferien in Österreich

Seit 1973 finden in Österreich jedes Jahr Semesterferien, auch Energieferien genannt, statt. In den Köpfen vieler wird der Begriff Energieferien mit "Energie tanken" in Verbindung gesetzt. Allerdings war das nicht der ursprüngliche Grund für die Einführung der Semesterferien. Anlass für die Energieferien 1973 war die Ölkrise. Durch die unterrichtsfreien Wochen im Februar sollten in hunderten Schulen Heizkosten eingespart werden, da die Gebäude damals zumeist mit Heizöl beheizt wurden. Außerdem wurden noch weitere Maßnahmen von der österreichischen Bundesregierung eingeführt, wie beispielsweise der autofreie Tag.
Welchen Effekt haben die Energieferien in Österreich?
Der gewünschte Effekt hat sich aber nie wirklich eingestellt. Mit dem Boom des Wintertourismus in den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Energieverbrauch lediglich verlagert. Die Energie, die zuhause und in den Schulen eingespart wird, wird auf den Skipisten und in den Hotels verbraucht. Österreichweit ist von "Energieferien" also nichts mehr zu spüren. Auch in der Stadt Wien ist die Energieersparnis in den Ferien nicht nennenswert.
Nach Auswertung der Energiebedarfszahlen von Wien Energie liegt die Stromeinsparung an einem Ferienwerktag nur zwischen zwei und drei Prozent. Auch bei Gas und Wärme liegt die Differenz im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich. Damit sich das ändert, haben wir hier einige Energiespartipps für den Urlaub zusammengestellt.
Fazit
Die sogenannten Energieferien wurden ursprünglich als Maßnahme zur Energieeinsparung eingeführt – heute sind sie vor allem eine willkommene Pause im Schuljahr. Der Name hat sich gehalten, auch wenn der ursprüngliche Zweck kaum noch erfüllt wird. Statt echter Einsparung steht heute Erholung, Freizeit und Wintertourismus im Vordergrund.


