Fasten mal anders: Energiefasten
Die einen verzichten auf Fleisch oder Süßes, die anderen auf Alkohol, die ganz Harten sogar auf beides. Wir haben einen alternativen Vorschlag: das Energiefasten.
Was ist Energiefasten?
Heute sind Wörter wie Klimakrise, Treibhausgase oder Erderwärmung den meisten ein Begriff. Beim ressourcenschonenden Umgang mit Energie gibt es aber immer Luft nach oben. Beim Energiefasten wird bewusst auf Energie verzichtet. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet und der ökologische Fußabdruck verringert.
Vorteile von Energiefasten
Am Anfang kann es herausfordernd sein, die Verwendung von elektrischen Geräten einzuschränken. Werden z.B. die Social-Media-Kanäle weniger genutzt, kann ein Gefühl von sozialer Isoliertheit entstehen. Energiefasten bringt aber auch Vorteile mit sich:
- Stärkt das Bewusstsein für den Energieverbrauch
- Der reduzierte Energieverbrauch schont die Umwelt
- Verbessert die Konzentration, da weniger digitale Ablenkung vorhanden ist
- Mehr Zeit für sich selbst und Stressabbau
- Erhöhte Produktivität und Kreativität
- Eigenes Energielevel wird erhöht
Wer öfters „Energiefastet“ lernt, mit weniger zufrieden zu sein. Der bewusste Umgang mit Energie führt zu einem entspannteren Lebensstil.
Wie geht Energiefasten?
Natürlich ist es immer sinnvoll, Energie zu sparen. Beim Energiefasten wird aber versucht, den eigenen Energieverbrauch weiter einzuschränken. Am besten gelingt dies, indem man sich den eigenen Strom- und Energieverbrauch vor Augen zu führt.
Was könnte z.B. am Alltag geändert werden, um Strom zu sparen? Hierzu kann es hilfreich sein, den Stromverbrauch der Elektrogeräte zu eruieren, um die Ausgangslage zu kennen. Messen kann man ihn zum Beispiel mit einem Strommessgerät. Klare, kleine Ziele helfen dabei, beim Energiefasten motiviert zu bleiben.
Wir haben ein paar Tipps zum Energiefasten zusammengestellt. Wie wäre es zum Beispiel mit Handy Detox, weniger zocken und mehr Rad fahren?
Handy Detox

Hier ein paar Likes, dort ein paar Kommentare. Noch ein paar Stories anschauen und noch schnell einen Status erstellen, schon ist eine halbe Stunde um. Die intensive Nutzung von Social Media gibt uns oft das Gefühl, gestresst zu sein.
Beim digitalen Detoxen geht es darum, das Handy bewusst und sinnvoll einzusetzen. Das hilft vor allem dabei, Ablenkungen zu vermeiden.
Durchschnittlich entsperren wir 80 Mal am Tag unser Handy. Wer acht Stunden am Tag schläft, entsperrt sein Handy somit alle 12 Minuten. Doch wie kann die digitale Zeit verringert werden? Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt:
- Feste Handy-Nutzungszeiten definieren.
- Handy ausschalten oder Flugmodus aktivieren, wenn man sich konzentrieren muss.
- Benachrichtigungen deaktivieren, um nicht abgelenkt zu werden.
Durch die reduzierte Bildschirmzeit verbessert sich der Schlaf. Generell wird man so konzentrierter und kann ohne Ablenkung lernen oder arbeiten.
"Digitales Wohlbefinden" bzw. "Bildschirmzeit" einstellen
Im Android Handy Menü „Digitales Wohlbefinden“ oder auf Apple-Geräten im Menü „Bildschirmzeit“ erscheinen wertvolle Informationen. Das Menü zeigt, wie oft welche Anwendung verwendet wird. Per App-Timer kann pro App eine Nutzungszeit eingestellt bzw. können auch Ruhephasen geplant werden.
Schwarz-Weiß Modus verwenden
Besonders hilfreich ist auch der Schwarz-Weiß Modus. Dabei werden alle Inhalte auf dem Handybildschirm nur mehr in Graufarben angezeigt. Auf Dauer ist dies für die Augen anstrengend und somit unattraktiv.
Fernsehzeit reduzieren

Lesen ist energiesparender als Fernsehen und fördert die kognitiven Fähigkeiten und die Kreativität.
Alternativ ist auch Sport eine gute Möglichkeit. Sportliche Betätigung spart nicht nur Energie, sondern baut Stress ab und verbessert das geistige und körperliche Wohlbefinden.
Wird der Fernseher doch einmal verwendet, sollte darauf geachtet, dass er nicht im Standby läuft.
Datenvolumen fasten

Je größer die verwendete Datenmenge ist, desto höher ist auch der Energieverbrauch. Einen Film streamen, online Musik hören, gamen und ein paar Videoanrufe - Datenvolumen verbraucht sich schnell. Rund 4,1 Milliarden Gigabyte an mobilen Datenvolumen wurden in Österreich im Jahr 2022 verbraucht.
Tipps zum Datenvolumen sparen:
- Geringere Auflösung beim Streamen wählen.
- Automatische Abspielfunktion deaktivieren.
- Auf Streaming verzichten.
Gamingzeit reduzieren

Die Gamingzeit auf dem PC, der Spielkonsole oder dem Handy kann während dem Energiefasten reduziert werden. Stattdessen kann die Zeit dafür genutzt werden, um Freunde zu treffen oder Sport zu betreiben. Wer weniger Zeit mit Gaming verbringt, schont die Augen, schläft besser und beugt Rückenschmerzen vor.
Elektrogeräte sollten nach der Verwendung stets ausgeschaltet werden und nicht im Standby Modus laufen.
Natürliche Beleuchtung verwenden

Die vermehrte Verwendung von Tageslicht anstatt künstlichem Licht hat viele Vorteile. Natürliches Licht ist angenehmer für die Augen und fördert das Wohlbefinden.
Wer künstliche Lichtquellen verwenden muss, sollte LED Lampen verwenden und das Licht nicht brennen lassen.
Fazit Energiefasten
Mithilfe von Energiefasten wird nicht nur Strom gespart, sondern gleichzeitig die eigenen Gewohnheiten geändert. Auf einmal ist mehr Zeit übrig, die für andere Dinge verwendet werden kann. Zum Beispiel um Freunde zu treffen oder die Küche in Ordnung zu bringen. In der Küche lässt sich nämlich sehr gut Energie einsparen. Zum Beispiel durch das Nutzen kleinerer Küchengeräte oder durch das richtige Einräumen des Kühlschranks.
Ein ordentlicher Kühlschrank sieht nicht nur schön aus, sondern spart auch Energie. Beim Neukauf von Geräten sollte auf alle Fälle auf das Energielabel geachtet werden.
Wer seine eigenen Stromfresser im Haushalt finden möchte, kann unseren online Energiesparcheck ausprobieren.


