Heizen wie die Kaiserin: Wie Sisi geheizt hat
Heizen wie die Kaiserin: Wie Sisi früher geheizt hat, haben wir gemeinsam mit einem wahren Sisi-Experten in der Wiener Hofburg herausgefunden.
Wien liebt Sisi! Wir haben uns gemeinsam mit Michael Wohlfahrt, Kurator des Sisi-Museums, auf eine kleine Zeitreise begeben und uns darüber informiert, wie die Kaiserin geheizt hat.
Heizen wie Sisi
Es ist angenehm warm an diesem Tag in der Hofburg. So dass, Michael Wohlfahrt, der Kurator des Sisi-Museums, nur einen leichten Herbstmantel im alten Schlafzimmer von Kaiser Franz Joseph trägt. Hinter einer Glaswand, die die Besucher*innen des Sisi-Museums von den alten Möbeln trennt, sieht man wie Sisi früher geheizt hat. Denn außer einem schmalen Holz Bett, einem Waschtisch mit großen Schale, gibt es dann noch das zu sehen worum es heute geht: ein großer, prunkvoller, fein verzierter Holzofen.
Der Kurator führt durch die Räume, die Kaiserin Elisabeth vor über 100 Jahren bewohnte und zeigt uns dabei gleich wie Sisi geheizt hat. „Das Heizen war damals ein großer Aufwand“, sagt Wohlfart. Die sogenannten Überschlagsöfen mussten ständig befeuert werden. Und Holzträger und Ofenheizer waren dafür im Dienst. Allzu warm brauchte es der Adel aber nicht: „An seinem Schreibtisch saß der Kaiser oft in einem ‚Bonjourl‘, einem langen Gewand – und Sisi war jemand, die es sowieso lieber etwas kühler hatte“, so der Experte.
Die Hofburg als Vorbote der Fernwärme
Wir benötigen Ihre Zustimmung
Dieser Inhalt wurde aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen deaktiviert. Bitte ändern Sie Ihre Einstellungen, um die Inhalte sehen zu können.
Während einer Party im Festsaal hatte es, Archivalien zufolge, damals nur 14 Grad und das absichtlich. Und übrigens: Die Hofburg war eine der Vorboten der Fernwärme (heute wird sie auf diese Art und Weise von Wien Energie beheizt) : 1820 wurden die Appartements mit einer Heißluftheizung ausgestattet. Kleine Hinweise darauf findet man auch heute noch. Meistens aber nur, wenn Wohlfart sie zeigt.





