Kommen wir gut durch den Winter?
Was die Wiener*innen wirklich bewegt...
Die nächsten Wochen werden für uns alle ziemlich herausfordernd. Deshalb haben die Wiener*innen derzeit auch sehr viele Fragen, die sie auch unserem Kund*innenservice stellen. Wir haben die Antworten auf die zehn häufigsten Fragen.
1. „Haben wir genug Gas für die nächsten Monate?“

Große Frage, einfache Antwort: Ja. Österreichweit sind die Speicher gut gefüllt und damit ist das ganze Land mit Gas versorgt. Wien Energie hat die eigenen Speicher ebenfalls zu über 90 Prozent gefüllt, wir haben also genug Gas, um sowohl die Etagenheizungen als auch die Fernwärme sicher durch die nächsten Monate zu bringen. Niemand muss in diesem Winter frieren. Aber nichtsdestotrotz sollten wir alle Energie sparen. Das ist nicht nur notwendig, sondern auch sinnvoll.
Weitere Tipps: jetztenergiesparen.at/
2. Wie spare ich am besten Energie und was hat den größten Effekt?
Der größte Einspareffekt liegt beim Heizen. Wenn wir die Temperatur um ein Grad Celsius reduzieren, sparen wir sechs Prozent Energie. Wichtig ist, die Thermostate sinnvoll zu platzieren: Sie sollten nicht von der Sonne angestrahlt werden oder die Abwärme anderer Geräte abbekommen. Thermostate mit integrierter Uhr helfen, die Wohnung nur dann zu heizen, wenn es wirklich notwendig ist.

3. Was mache ich, wenn ich die Energiekosten nicht bezahlen kann?
Dafür gibt es besondere Hilfsangebote sowohl von der Bundesregierung als auch von der Stadt Wien. Sie helfen den Menschen, die es wirklich brauchen. Die wichtigsten Energiekostenunterstützungen haben wir zusammengefasst.
4. Soll ich meine Teilbeträge bei Strom, Gas- und Fernwärme höher einstufen lassen?
Das macht Sinn, wenn die Teilbeträge noch nicht an die aktuelle Preissituation angepasst sind. Man kann das jederzeit beim Kund*innenservice veranlassen. Unter 0800 500 800, auf wienenergie.at oder persönlich im Service Treff Spittelau. Fragen zum Thema Fernwärme können direkt an 0800 600 700 gestellt werden.
5. Wie werden wir von russischem Gas unabhängig?

Wien Energie hat einen konkreten Plan und arbeitet bereits an Alternativen zu Erdgas. Zentraler Baustein ist die Fernwärme: Sie soll bis 2040 klimaneutral sein und aus Nutzung von Abwärme und Geothermie kommen. Für Gebäude, die aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen nicht ans Fernwärmenetz angeschlossen werden können, gibt es individuelle Lösungen wie Kombis aus Luft- und Erdwärme mit Photovoltaik.
6. Was passiert bei einem Stromausfall in den Öffis? Fährt die U-Bahn weiter?
Wenn es in Österreich zu einem Versorgungsengpass kommt, dann wird der Strom wohl in Wellen abgeschaltet - und das Wiener U-Bahn-Netz gehört zu den Einrichtungen, die am längsten mit Strom versorgt werden. Aber auch wenn der Strom ausfällt kann nichts passieren: Die U-Bahn-Züge werden selbst bei einer Stromabschaltung bis zur nächsten Station ausrollen können, die Stationen selbst werden mit Notstromaggregaten so versorgt, dass sie weiter beleuchtet werden können.
7. Gibt es die Möglichkeit zu Ratenzahlungen?
Ja. Schon seit Jahren bietet Wien Energie kulante Zahlungsvereinbarungen an: Ratenvereinbarungen genauso wie Stundungen. Zinsenfrei. Das richtige Modell wird immer persönlich direkt mit den Kund*innen vereinbart. Beantragt kann die Ratenvereinbarung ganz unkompliziert über das Kundenservice werden.
8. Was passiert im Winter mit Wind-, Wasser- und Sonnenkraft?

Stromerzeugung und Stromverbrauch müssen im Gleichgewicht sein. Damit das auch immer so ist, springt Wien Energie etwa mit dem Kraftwerk Simmering ein, um schnell mehr Strom zu erzeugen, oder nimmt mit der Power-to-Heat-Anlage in der Spittelau überschüssigen Ökostrom auf und wandelt diesen in Fernwärme um.
9. Wie ist die Stadt Wien auf Energieengpässe und Krisen vorbereitet?
Die Versorgungssicherheit liegt bei 99,99 Prozent. Dennoch übt die Stadt mehrmals im Jahr unterschiedlichste Krisenszenarien, um im Fall des Falles vorbereitet zu sein. Wien Energie und die Wiener Netze sind in die Planungen genauso eingebunden wie die Übertragungsnetzbetreiber für Strom und Gas. Falls etwas passiert, dann ist Wien auf jeden Fall vorbereitet, und zwar für jeden Fall.
10. Kommt weiter Wasser aus dem Wasserhahn, selbst wenn der Strom ausfällt?
Das Wiener Wasser fließt aus der Steiermark ohne eine einzige Pumpe nach Wien, nur durch natürliches Gefälle. In der Stadt wird das Wasser am Rosenhügel und in Lainz gesammelt. Da fast das gesamte Stadtgebiet tiefer liegt als die beiden Sammelbehälter, kommt das Wasser in den allermeisten Fällen nur durch die Schwerkraft und ohne elektrische Pumpe in die Wohnungen.


