Photovoltaik-Strom selber herstellen und speichern

Immer mehr Österreicher*innen erzeugen ihren Strom selbst und nutzen dafür die Kraft der Sonne. Das ist gut für die Umwelt und fürs Geldbörserl.
Aktualisiert am: 15.04.2024
Eine Photovoltaik-Anlage auf einem Hausdach mit Blätter im Vordergrund.

Haben Sie schon eine PV-Anlage zu Hause?

Die Nutzung von Photovoltaikanlagen zur Selbstversorgung mit Strom wird in Österreich immer beliebter. Die Vorteile einer eigenen PV-Anlage sind vielfältig. Finanzielle Einsparungen, mehr Unabhängigkeit und der aktive Beitrag zum Klimaschutz machen nur den Anfang.
Aber wie funktioniert die Erzeugung und Speicherung von Solarstrom? In diesem Blogbeitrag werfen wir einen Blick auf die private Nutzung von Photovoltaik. Tipp: Du wohnst in einem Einfamilienhaus und interessierst dich für eine PV-Anlage? Schau doch mal bei unseren Photovoltaik-Produkten vorbei.

Solarstrom selbst erzeugen – so funktioniert's

PV-Anlagen wandeln Sonnenlicht direkt in elektrische Energie um. Dies geschieht mithilfe von Solarzellen, die aus Halbleitern wie Silizium bestehen.

Wenn Sonnenlicht auf diese Zellen trifft, werden Elektronen in Bewegung gesetzt und elektrischer Strom entsteht. Diese direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Strom wird als Photovoltaik bezeichnet.

Wie kann der erzeugte Strom aus einer Photovoltaikanlage genutzt oder gespeichert werden?

Der so erzeugte Solarstrom kann auf zwei Arten genutzt werden: direkt und indirekt. Bei der direkten Nutzung wird der Strom sofort nach der Erzeugung verbraucht. Zum Beispiel für den Betrieb von Haushaltsgeräten. Dies setzt voraus, dass der Energiebedarf zeitlich mit der Stromerzeugung zusammenfällt.

Für die indirekte Nutzung wird der überschüssige Strom in Batteriespeichern gelagert. So kann er zu einem späteren Zeitpunkt, wenn keine Sonne scheint, genutzt werden. Dies ermöglicht eine größere Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz und eine konstante Versorgung mit Energie. Selbst in Zeiten geringerer Sonneneinstrahlung oder in der Nacht.

Strom speichern & selbst verbrauchen

Die Speicherung von Solarstrom spielt eine entscheidende Rolle, um die Unabhängigkeit von Energieversorgern zu maximieren. Dafür werden Solarstromspeicher, auch bekannt als Batteriespeicher, verwendet.

Sie können den überschüssigen Strom, der tagsüber erzeugt wird, speichern und später nutzen, wenn die Sonne nicht scheint.

Wie funktioniert die Speicherung & der Verbrauch?

Sobald die Photovoltaikanlage mehr Strom produziert, als im Haushalt benötigt, wird der überschüssige Strom in den Batteriespeicher geleitet. Die intelligente Steuerung der Speichersysteme sorgt dafür, dass der gespeicherte Strom optimal genutzt wird.

Zum Beispiel, indem zuerst der gespeicherte Strom verbraucht wird, bevor auf das öffentliche Stromnetz zurückgegriffen wird.

Darüber hinaus kann überschüssiger Strom damit ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die Besitzer*innen der PV-Anlage erhalten dafür dann eine Vergütung.

Eigene PV-Anlage in der Stadt und ohne Haus?

PV-Anlage auf Balkon

Strom aus eigener Photovoltaik selbst nutzen können aber nicht nur Eigenheimbesitzer*innen.

Auch Stadtbewohner*innen ohne eigenes Haus(dach) können Solarstrom erzeugen und selbst verbrauchen. Balkonkraftwerke, kleine PV-Anlagen für den Balkon, ermöglichen es, auch in Mietwohnungen eigenen Strom zu erzeugen.

Neben individuellen Klein-Lösungen wie Balkonkraftwerken können Personen, die in Wohnungen leben, jetzt aber auch Sonnenstrom am Dach produzieren. Eine von Wien Energie errichtete gemeinschaftliche Photovoltaikanlage macht das möglich. Und das ganz ohne eigene Investition oder technischen Aufwand

Das Modell funktioniert so: Wien Energie installiert und betreibt eine PV-Anlage auf dem Dach des Wohnhauses. Der erzeugte Sonnenstrom wird den teilnehmenden Haushalten über den Tarif Sonne DIREKT zur Verfügung gestellt. Bis zu 40 Prozent des Strombedarfs lassen sich so günstig und klimafreundlich abdecken. Dabei ist es egal, ob die Bewohner*innen Wien Energie-Kund*innen sind oder einen anderen Stromanbieter haben. Die Abrechnung erfolgt separat, Netzkosten für den Sonnenstrom fallen nicht an

Die Teilnahme ist freiwillig und unabhängig vom aktuellen Stromanbieter. Voraussetzung ist allerdings, dass die Eigentümer*innen des Mehrparteienhauses, zum Beispiel eine Genossenschaft, dem Bau der Anlage zustimmen. Mieter*innen können diesen Prozess unterstützen, indem sie das Thema etwa bei einer Hausversammlung oder in einem Gespräch mit der Hausverwaltung ansprechen.  

Ein besonderer Vorteil: Auch für Eigentümerinnen entstehen keine Investitionskosten. Planung, Bau und Wartung übernimmt vollständig Wien Energie. Und für die Bereitstellung der Dachfläche gibt es sogar eine jährliche Pachtvergütung. So profitieren alle: Bewohner*innen, Eigentümer*innen und das Klima. 

Bürger*innensolarkraftwerke bieten hingegen die Möglichkeit, gemeinschaftlich in Photovoltaikanlagen auf öffentlichen oder gewerblichen Gebäuden zu investieren. Die Erträge werden dann anteilig ausgezahlt.

Diese Modelle fördern die dezentrale Energieerzeugung und tragen zur Reduktion von CO₂-Emissionen bei. Sie stärken die lokale Gemeinschaft und unterstützen den Ausbau erneuerbarer Energien.

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