Energieeffizienzklassen – Energielabels A bis G im Überblick

A+, A++, A+++,… wer kennt die verwirrende Situation im Geschäft nicht? Das hat nun sein Ende: Das neue Energielabel lässt die Plusse verschwinden!
Aktualisiert am: 10.11.2025
Energieeffizienzlabel mit farbiger Skala von A+++ bis G, mit der Einstufung B und einem QR-Code an der Unterseite.

Achtest du beim Kauf von Elektrogeräten auf die Energieklasse?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Neue Skala von A bis G: Seit 2021 ersetzt die EU die bisherigen Energieeffizienzklassen A+, A++, A+++ durch eine klarere Skala von A (sehr effizient) bis G (wenig effizient).
  • Aktualisierte Messverfahren: Die Bewertung berücksichtigt nun stärker die tatsächliche Nutzung im Alltag – etwa Stromverbrauch pro Jahr oder bei Energiesparprogrammen.
  • QR-Code für mehr Transparenz: Das neue Label enthält einen QR-Code, der direkt zur EU-Datenbank Eprel führt und weitere Produktdetails liefert.
  • Ausweitung auf neue Geräte: Seit Juni 2025 gelten die Labels auch für Smartphones und Tablets, inklusive Infos zu Batterielaufzeit, Reparierbarkeit und Schutz.
  • Ziel bis 2030: Alle Elektrogeräte sollen bis dahin mit dem neuen Label versehen sein – für mehr Nachhaltigkeit und bessere Vergleichbarkeit.

Energiespartipp Nr. 1: Geräte mit niedrigem Stromverbrauch kaufen und so Energiekosten senken. Auch wenn sie in der Anschaffung teurer sind, spart man mit energieeffizienten Geräten langfristig Geld, denn sie verbrauchen weniger Energie. Ist klar, oder?

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie man stromsparende Geräte erkennt. Dabei helfen die Energielabels der EU. Die gibt es zwar schon etwas länger, wurden aber vor einigen Jahren aktualisiert. Und nun werden die einzelnen Produktgruppen nach und nach mit den neuen Labels versehen.

Die Europäische Kommission hat 2021 neue Energieeffizienzklassen (EEK) eingeführt, die die bekannten Plus-Klassen von „A+++“ ablösen. Die Skala reicht jetzt von A bis G, die schlechteste Energieklasse. Die neuen und alten Labels lassen sich aber gar nicht so einfach vergleichen. Ein Kühlschrank der (alten) Klasse A+++ wird nicht automatisch jetzt auch in der besten Klasse eingeteilt.

Warum? Weil neben den Klassen auch die Messverfahren zum Stromverbrauch aktualisiert wurden. Zum Beispiel wurde die alltägliche Nutzung der Geräte stärker miteinbezogen. Die Zuteilung erfolgt jetzt also nach anderen Kriterien!

Was sagen die EU-Energieeffizienzklassen aus?

Das EU Energielabel ist für viele Elektrogeräte, Heizungen und Klimageräte vorgeschrieben. Es hilft dabei, den Energieverbrauch der Geräte zu bewerten und zu vergleichen.

Oben auf dem Label steht die Energieeffizienzklasse (EEK). Sie gibt auf einer siebenstufigen Skala von A bis G an, wie energieeffizient das Gerät ist. Die Skala ist auch farblich gekennzeichnet, von Grün über Gelb bis Rot. Je „grüner“ es eingestuft ist, desto effizienter ist es.

Das einheitliche Design des Labels gilt europaweit. Es ist durch seine Symbole unabhängig von der Landessprache verständlich. Der obere Teil des Labels zeigt allgemeine Informationen. Der untere Teil enthält spezifische Angaben zum jeweiligen Gerät, wie zum Beispiel der Lautstärke während der Nutzung.

Welche Produkte sind von den neuen Energielabel betroffen?

Die neuen EU Energielabel wurden für folgende Produktgruppen schon 2021 eingeführt:

Seit Juni 2025 gilt das neue Energielabel auch für Smartphones und Tablets:
Diese Geräte werden nun mit der Energieeffizienzskala von A bis G gekennzeichnet. Zusätzlich liefern die Labels Informationen zur Batterielaufzeit pro Ladezyklus, zur Haltbarkeit (Schutz vor Stürzen, Wasser und Staub), zur Reparierbarkeit (Bewertung von A bis E) sowie zur Gesamtlebensdauer der Batterie in Ladezyklen.

Für Wäschetrockner ist das neue Energielabel seit Juli 2025 verbindlich.

Ausblick bis 2030:
Weitere Elektro- und Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Backöfen und Heizungen werden bis 2026 folgen und mit dem neuen Energielabel ausgestattet. Ziel ist es, bis 2030 alle Geräte und Produkte mit der einheitlichen Energieeffizienzskala von A bis G zu versehen. Damit soll ein nachhaltiger Produktmarkt entstehen, der Umwelt- und Klimaschutz stärker in den Fokus rückt.

Unterschied zwischen neuen und alten Energielabels

Auch schon beim alten Label haben die Farben Auskunft über die Energieeffizienz gegeben. Aber einige Änderungen gibt es doch.

Als wichtigste Kennzahl rückt bei den neuen Energielabels der Energieverbrauch an einen prominenteren Platz. Auf den neuen Labels steht aber nicht nur, wie viel Energie die Geräte pro Stunde verbrauchen. Sie geben auch weitere Infos wie die Dauer und den Verbrauch von Energiespar-Programmen an.

Noch übersichtlichere Piktogramme weisen etwa auf Lautstärke, Wasserverbrauch oder andere wesentliche Infos hin. Durch den QR-Code ist es auch einfacher, schnell an weitere Produkt-Kennzahlen zu kommen. Der führt einen nämlich direkt zum richtigen Eintrag in der EU Datenbank Eprel. Dort könnt ihr euch die Label anschauen und die Leistung der Geräte vergleichen.

Was bedeuten die verschiedenen Energieklassen?

Die verschiedenen Klassen spiegeln den Energieverbrauch wider. Klasse A steht für besonders effiziente Produkte, während Klasse G auf einen höheren Energieverbrauch hinweist. Die Grenzwerte für die Energieeffizienzklassen sind abhängig von der jeweiligen Produktgruppe. So gibt es beispielsweise bei Waschmaschinen andere Grenzwerte als bei Fernsehern.

Ein wichtiger Schlüssel zur Einteilung der Geräte in die Klassen ist der sogenannte Energieeffizienzindex (EEI). Dieser Index beschreibt, wie viel Strom das Gerät im Vergleich zu einem vorher festgelegten Referenzgerät verbraucht (gemessen in Prozent).

Das Referenzgerät ist ein standardisiertes Modell, das für jede Produktgruppe von der EU-Kommission definiert wird. Es gehört meistens zur schlechtesten Energieeffizienzklasse und sein Stromverbrauch wird als Maßstab mit 100 % festgelegt. Der Stromverbrauch anderer Geräte wird dann als Anteil im Vergleich zu diesem Standardgerät angegeben und darauf basierend in die jeweilige Klasse eingeteilt.

Die Grenzwerte und die Zuordnung der Referenzgeräte unterscheiden sich je nach Produktgruppe, da:

  • Die Anzahl der neuen Geräte auf dem Markt in den Kategorien variiert
  • Die technischen Neuerungen unterschiedlich stark voranschreiten
  • Die Energieeffizienzklassen so festgelegt werden, dass die Geräte möglichst ausgewogen auf die Klassen verteilt sind und die Klassen die tatsächlichen Leistungsunterschiede gut widerspiegeln

Vorteile der neuen Klassen

Die neuen Energieeffizienzklassen und überarbeiteten Label bringen viele Vorteile:

Einfacherer Vergleich

Das überarbeitete EU Label erleichtert den direkten Vergleich zwischen verschiedenen Haushaltsgeräten. Verbraucher können auf einen Blick erkennen, wie effizient ein Gerät im Vergleich zu anderen Geräten dieser Produktgruppe ist.

Berücksichtigung zusätzlicher Faktoren

Für die Einteilung in die neuen Energieklassen wurden die Messverfahren zum Stromverbrauch aktualisiert. Auch die alltägliche Nutzung fließt jetzt stärker in die Bewertung ein.

Außerdem integriert das neue Label weitere Infos, die über den reinen Energieverbrauch hinausgehen. Aspekte wie die Größe des Innenraums, Wasserverbrauch und Stromverbrauch pro Jahr werden angegeben. Das ermöglicht eine umfassendere Bewertung der Nachhaltigkeit eines Geräts.

Verbesserte Transparenz:

Die überarbeiteten Labels zeigen deutlicher, wie viel Energie ein Elektrogerät wirklich verbraucht. Verbraucher*innen können damit auch besser abschätzen, wie umweltfreundlich ihre Kaufentscheidungen sind. Die neue Energielabel helfen Konsument*innen also dabei, bewusstere und nachhaltigere Kaufentscheidungen zu treffen.

Fazit

Die überarbeiteten Energieeffizienzlabels der EU bringen mehr Klarheit und Transparenz in den Geräte-Dschungel. Verbraucher*innen können nun einfacher erkennen, wie energieeffizient ein Gerät wirklich ist und damit bewusstere Kaufentscheidungen treffen.

Besonders im Hinblick auf steigende Energiekosten und den Klimaschutz ist das neue System ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Konsum. Wer beim nächsten Gerätekauf auf die neue Skala achtet, spart langfristig nicht nur Strom, sondern auch Geld.

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