Schule Digital: High-Speed-Internet für Wiener Schulen

Die Digitalisierung schreitet auch in Schulen voran. Eine flächendeckende und gut funktionierende Internet-Infrastruktur ist dabei das A und O für Lehrer*innen und Schüler*innen. Wien Energie setzt mit "Schule Digital" neue Impulse am Weg zum Klassenzimmer der Zukunft.
Aktualisiert am: 18.03.2024
Zwei Schüler benutzen Tablets, die auf Bücherstapeln vor einer Tafel liegen.

Digitalisierung bezeichnet den Prozess der Umwandlung analoger Informationen in digitale Formate. Das bedeutet, dass Informationen, Daten und Prozesse mithilfe von Computern und digitalen Technologien verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Dies ermöglicht eine effizientere Verarbeitung, Speicherung und Kommunikation von Informationen. Die Digitalisierung betrifft viele Bereiche des täglichen Lebens wie Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und Unterhaltung.

Die Digitalisierung verändert somit unsere Gesellschaft. Da die Auseinandersetzung mit der Digitalisierung sehr wichtig ist, werden Kinder bereits in der Schule auf die Technik von morgen vorbereitet. In den Bildungseinrichtungen müssen daher die richtigen digitalen Voraussetzungen geschaffen werden.

Breitband-Internet und WLAN für Schulen

Schule Digital ist Teil einer umfassenden Digitalisierungsstrategie der Stadt Wien, die von Bürgermeister Michael Ludwig ins Leben gerufen wurde. Denn noch vor wenigen Jahren war die Informations- und Kommunikationstechnik in den Wiener Schulen nicht für den geplanten digitalen Ausbau gerüstet.

Wien Energie installierte daher 29.000 neue Zugangspunkte, sogenannte Switch-Ports, in den Schulen, um künftig drahtlose Breitbandverbindungen zu ermöglichen. Zusätzlich wurden bestehende Verkabelungen, Verteiler und andere logistische Voraussetzungen adaptiert, um ein flächendeckendes WLAN in den Schulen zu gewährleisten.

  • über 2.000 Kilometer Datenkabel wurden verlegt
  • über 30.000 Datendosen installiert
  • über 200 Patch-Schränke verkabelt
  • über 100 Router und über 900 Switches errichtet

So wird allen Wiener Schüler*innen der Zugang zu einem leistungsfähigen Internet ermöglicht. Bis 2022 wurden alle Berufsschulen, Polytechnische Schulen und Neue Mittelschulen der Stadt Wien mit Breitbandanschluss und flächendeckendem WLAN ausgestattet.

Dies entspricht mit Stand 2024 150 Wiener Schulen wie sowie 350 Kindergärten in Wien. Somit wurden mehr als dreiviertel der städtischen Schulen und Kindergärten mit Highspeed-Internet umgesetzt.

Bis 2027 sollen auch 140 Wiener Volksschulen mit flächendeckendem WLAN ausgestattet werden.

Digitale Schule

Aber was wäre ein Zugang ohne Vermittlung. Deswegen besteht das Projekt "Schule Digital" neben dem Highspeed-WLAN auch aus einer weiteren Projektphase, bei der es um digitales Know-how und die Vermittlung digitaler Kompetenzen geht. Digitale Grundbildung lehrt den Umgang mit Geräten und Anwendungen und vermittelt Programmierkenntnisse.

Wien soll Hauptstadt der Digitalisierung werden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen Schüler*innen das nötige Rüstzeug bekommen. Dazu gehört auch eine digitale Grundbildung, die im Lehrplan verankert ist. Sie lehrt den Umgang mit Geräten und Anwendungen und vermittelt Programmierkenntnisse.

Insgesamt ist die Digitalisierung ein integraler Bestandteil des modernen Lebens und es ist wichtig, dass Kinder die Fähigkeiten und das Verständnis entwickeln, um in dieser digitalen Welt erfolgreich zu sein.

Hierfür wurde ein 8-Punkte-Plan vom Bundesministerium Bildung, Wirtschaft und Forschung für das digitale Lernen und die Einführung als Pflichtgegenstand definiert:

  1. Portal Digitale Schule
  2. Einheitlicher Kommunikationsprozess
  3. Distance-Learning-MOOC (Massive open online courses)
  4. Neuausrichtung der Eduthek - dem online Portal für Lehrpläne
  5. Gütesiegel für die Evaluierung und Zertifizierung von Lern-Apps
  6. Ausbau der schulischen Basis-IT-Infrastruktur
  7. digitale Geräte für Pädagog*innen
  8. eigene Lerngeräte für alle Schüler*innen

Breitband von Wien Energie

Bereits in den 80er Jahren wurden erste Glasfasernetze errichtet und in weiterer Folge Magisterratsdienststellen angeschlossen. Vor mehr als 20 Jahren (2001) wurde schließlich der erste private Haushalt an das Glasfasernetz angeschlossen.

Doch was ist inzwischen passiert? Mittlerweile beträgt das Glasfasernetz mehr als 2.800 Kilometer Länge. Mit einem Glasfaser-Internet ist es möglich, Daten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde zu übertragen. Ob Glasfaser-Produkte für Sie verfügbar ist, können Sie mit einer Adressabfrage überprüfen.

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