PV-Strom mit Nachbar*innen teilen: Blockchain macht’s möglich
Wie wäre es, wenn man den selbst produzierten Sonnenstrom während dem Urlaub mit Nachbar*innen teilen bzw. verkaufen könnte? Neue Technologien machen dies möglich.
In einer Millionenstadt wie Wien kann Klimaschutz nur gemeinsam gelingen – und wenn man weiterdenkt. Wien Energie baut deshalb zusammen mit Bewohner*innen im Viertel Zwei eine der ersten Energiegemeinschaften Europas auf. In der Wiener Krieau testen wir, wie ein ganzes Viertel seinen eigenen Strom erzeugen, teilen und sogar weiterverkaufen kann. 100 Anwohner*innen sind Teil unseres einzigartigen Smart-City-Pilotprojekts. Was hier entwickelt wird, soll bald auch in anderen Grätzeln möglich sein oder sogar flächendeckend in ganz Wien ausgerollt werden.
Sonnenstrom mit Nachbar*innen teilen
Das Besondere an dem VIERTEL ZWEI-Projekt ist die Form der ökologischen Stromversorgung. Auf den Dächern der Wohnanlage stehen Photovoltaikanlagen, die Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umwandeln. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kostensparend. Die erzeugte Energie am Dach gehört allen Bewohner*innen und wird auf die Wohnungen aufgeteilt. Ist man etwa auf Urlaub, kann man seinen nicht verbrauchten Sonnenstrom zum Beispiel an die Nachbar*innen weitergeben oder im Quartiersspeicher zwischenspeichern. So geht wertvolle Energie nie verloren und wird maximal genutzt.

Dank Blockchain Energie neu denken
Dabei spielt vor allem die Blockchain-Technologie eine wichtige Rolle. Blockchain kann eine große Bedeutung für die Energiebranche der Zukunft haben, viele unterschiedliche Innovationen werden mit ihr möglich. Mit der Blockchain gelingt im VIERTEL ZWEI-Projekt vor allem der oben erwähnte Stromhandel zwischen den Nachbar*innen. Gemeinsam mit dem Start-up Riddle & Code haben wir im Grätzel eine Blockchain-Infrastruktur entwickelt, die das sogenannte Peer-to-Peer-Trading möglich macht. Damit ist der Zusammenschluss von Menschen zu einer Energie-Wohngemeinschaft gemeint, die ihren selbst produzierten Strom an andere Bewohner*innen innerhalb der P2P-Gemeinschaft verkaufen können.
„Der lokal erzeugte Strom wird je nach Bedarf unter den Bewohner*innen aufgeteilt. Wenn keiner den Strom nutzt, wird der Strom weiterverkauft oder anderweitig verwendet. Mithilfe neuer Technologien wie Blockchain kann das künftig vollautomatisch passieren.“

Damit nicht genug, dank Blockchain ist auch die Abrechnung und das Bezahlen des Stromverbrauchs so einfach wie noch nie. Außerdem können die „Energy Communities“ ihren Stromaustausch auf kürzestem Weg abwickeln und immer nachvollziehen, woher sie ihren Strom beziehen. Der Vorteil für die Bewohner*innen liegt klar auf der Hand: Sie nutzen die wertvolle Energie besonders effizient und verringern ihre eigenen Energiekosten. Alles funktioniert automatisch und unkompliziert.
Wiener Stadtviertel als Innovationstreiber
Energiegemeinschaften und Strom-Sharing werden in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Smart City leisten. Das VIERTEL ZWEI zeigt vor, welche ressourcenschonenden Vorteile dieses Modell bringen wird. Das tut vor allem unserer Umwelt gut. Noch dazu wird das Thema Energie für die Menschen transparenter und angreifbarer, was langfristig zu mehr Umweltbewusstsein führt.









