Energie sparen in der Schule: Praktische Stromspartipps für den Schulalltag

Wie kann man im Kindergarten oder in der Schule Energie sparen? Energiesparen und Klimaschutz betreffen uns alle. Deshalb haben wir die besten Tipps zusammengestellt.
Aktualisiert am: 01.10.2025
Lächelnder Junge, der ein Tablet in der Hand hält und an einem Schreibtisch mit einem Modell einer Windkraftanlage und einem Haus in einem hellen Raum sitzt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schulen haben ein hohes Einsparpotenzial beim Energieverbrauch.
  • Energiesparen senkt Kosten und schützt das Klima.
  • Kinder aktiv in den Unterricht einbinden (Projekte und Challenges).
  • Klassenzimmerregeln helfen beim Stromsparen im Alltag.
  • Aktionstage wie Earth Day oder Tag der Sonne eignen sich für Projekttage.
  • Materialien wie Energie Express und Pixi-Bücher vermitteln Wissen spielerisch.
  • Wien Energie bietet umfangreiche Führungen an.

Warum es wichtig ist, in Schulen Strom zu sparen

Der Schulbetrieb verursacht natürlich hohe Energiekosten. Jede Schule – ob Volksschule oder Gymnasium – verbraucht täglich viel Strom für Beleuchtung und elektronische Geräte. Dazu kommt dann noch die Energie, die für Heizung und Lüftung gebraucht wird. Aber in vielen Schulen gibt es großes Einsparpotenzial.

Wer bewusst Energie spart, senkt nicht nur die Kosten, sondern zeigt Kindern auch, wie sie Umweltschutz aktiv im Alltag leben können. Viele Maßnahmen lassen sich ohne große Investitionen umsetzen und stärken dabei das Bewusstsein für Energieeffizienz bei Schüler*innen und Lehrkräften.

Energieverbrauch und Kosten im Schulbetrieb

Ein durchschnittliches Schulgebäude kann so viel Energie verbrauchen wie mehrere hundert Haushalte. Energiesparen lohnt sich in zweifacher Hinsicht: für das Budget und den Klimaschutz. Jede eingesparte Kilowattstunde zählt und kann direkt in Bildungsprojekte oder die Ausstattung investiert werden.

Energie sparen Kindern erklären: Tipps für den Unterricht

Ein lächelnder Junge mit einem Rucksack hält ein Schild mit der Aufschrift "ENERGIE DETEKTIV".
Dieses Bild wurde unter Zuhilfenahme eines Künstlichen Intelligenz-Werkzeuges erstellt und von einem Menschen überprüft.

Kinder und Jugendliche lassen sich ganz einfach motivieren, sich aktiv am Energiesparen zu beteiligen. Hier sind ein paar Ideen:

Klassenzimmerregeln zum Stromsparen

Die Schüler*innen entwickeln gemeinsam Regeln, wie sie im Alltag Energie sparen. Typische Beispiele sind:

  • Sie schalten das Licht aus, wenn sie den Raum verlassen.
  • Sie aktivieren Geräte nur bei Bedarf.

Das klingt einfach – und ist es auch! Trotzdem geraten diese scheinbaren Kleinigkeiten oft in Vergessenheit. Kleine Hinweise unterstützen die Umsetzung im Alltag: Sticker an Lichtschaltern und Geräten dienen als Erinnerung, Energie bewusst zu nutzen.

Energieprojekte, Wettbewerbe und Challenges

In der Klasse übernehmen Klima- und Energiedetektiv*innen aktiv Verantwortung: Sie spüren Energiefresser auf und machen diese sichtbar. Mit selbstgebastelten Schildern – zum Beispiel in Form einer Anhaltekelle mit der Aufschrift „Ich bin Energie-Detektiv*in“ – zeigen sie ihr Engagement.

Das Energieteam koordiniert Maßnahmen und motiviert die gesamte Schule zum Mitmachen. So wird Energiesparen zur gemeinsamen Aufgabe – mit Spaß und Teamgeist.

Auch Challenges bringen Bewegung ins Klassenzimmer:

  • Wer schafft es, am längsten auf digitale Geräte zu verzichten? Das nennt sich Energiefasten.
  • Wer schätzt den Stromverbrauch verschiedener Geräte am genauesten? Mit einem Strommessgerät überprüfen die Schüler*innen ihre Vermutungen und tragen die Ergebnisse in ihren Energie-Detektiv-Ausweis ein.

Tipp: Wien Energie Kund*innen können sich im Service Treff Spittelau ein Strommessgerät gratis ausleihen!

Vergleiche und Rätsel fördern den bewussten Umgang mit Energie. Zum Beispiel:

Mit einer Kilowattstunde Strom kann man ca. 50 Stunden lang am Laptop arbeiten oder 6 Stunden lang mit der Playstation spielen.

Bewusstsein durch Unterricht und Workshops

Junges Mädchen hält ein Spielzeug-Windrad in einem grünen Feld mit Hügeln und Bäumen im Hintergrund bei Sonnenuntergang.

Kinder lernen in Workshops spielerisch, wie Strom entsteht und warum Energiesparen wichtig ist. Sie experimentieren, entdecken und begreifen dabei, wie ihr Verhalten die Umwelt beeinflusst. Projekttage bieten eine ideale Gelegenheit, das Thema Energie und Klimaschutz intensiv zu vermitteln. Die offiziellen Klimatage eignen sich besonders gut, um solche Aktionen zu planen und durchzuführen.

TagUm was geht's?
24. Jänner
Energiespartag
Der Energiespartag bietet die Möglichkeit, das Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit Energie zu schaffen. 
22. April
Earth Day
Den Earth Day gibt es seit 1970, meistens finden an diesem Tag Müllsammelaktionen statt. 
3. Mai
Tag der Sonne
Sonnenenergie gilt als sehr nachhaltige Energiequelle. Der Tag eignet sich sehr gut, um in Schulen über erneuerbare Energien zu sprechen und Solarexperimente durchzuführen. 

Tipp: Wien Energie bietet laufend gratis Führungen im Kraftwerk Donaustadt zum Thema "Was die Sonne alles kann" an.
15. Juni
Tag des Windes (Global Wind Day)
Am Tag des Windes (Global Wind Day): wird die Windenergie in den Vordergrund gerückt und die Energiewende sichtbar gemacht. Dieser Tag eignet sich gut für einen Wandertag zu einem Windpark. Aber auch das Basteln von bunten Windrädern kann für Abwechslung sorgen. 

Tipp: Wien Energie bietet laufend gratis Führungen im Kraftwerk Donaustadt zum Thema "Die Kraft des Windes" an.
24. Oktober
Internationaler Tag des Klimaschutzes.
Der Tag steht im Zeichen des Klimawandels. Er soll dazu motivieren, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu verringern. Schüler*innen können beispielsweise dazu motiviert werden, zu Fuß zur Schule zu gehen und auf Autofahrten zu verzichten. 

Energie Express und Pixi Bücher

energie express wien energie

Mit dem „Energie Express” und der Pixi-Buchreihe bringt Wien Energie Kindern auf spielerische Weise die Welt der Energie näher. Der Energie Express ist ein buntes Mitmach-Magazin, das viermal im Jahr erscheint und voller spannender Geschichten, Rätsel und Experimente steckt. Ob Sonne, Wind oder Fernwärme – hier wird Energie greifbar und verständlich gemacht. Mit dabei ist Captain Energy, der mit viel Witz und Wissen durch die Seiten führt.

Noch kleiner, aber genauso wirkungsvoll, sind die Pixi-Bücher, die Wien Energie gemeinsam mit dem Carlsen Verlag herausgibt. Bereits in neun liebevoll gestalteten Ausgaben begleitet die neugierige Ida Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren auf ihrer Reise durch die Welt der Energie (Stand 2025). Alle Pixi-Bücher gibt’s kostenlos in der Wien Energie-Erlebniswelt.

Vom Kraftwerk bis zur E-Ladestation – die Bücher erklären komplexe Themen einfach und kindgerecht. Sie sind ideal für den Einsatz in Grundschulen und Kindergärten oder als Geschenk für kleine Energiedetektiv*innen. Die Pixi-Bücher gibt’s kostenlos in der Wien Energie-Erlebniswelt.

Energie erleben – die Wien Energie-Erlebniswelt & Co

Vier Kinder tanzen fröhlich auf einem Glasboden, der von bunten Lichtern in einem dunklen Raum beleuchtet wird. Die Szene ist vor dem Hintergrund einer großen ovalen Leuchte inszeniert und fängt die lebendige Energie ein, die an die Erlebniswelt Spittelau erinnert.

Wien Energie bietet ein umfangreiches gratis Führungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Die Führungen können bequem online gebucht werden.

Die Wien Energie-Erlebniswelt bietet ein einzigartiges Führungsprogramm für alle, die Energie nicht nur verstehen, sondern auch hautnah erleben möchten. Am Standort Spittelau warten 20 interaktive Stationen, die auf spielerische Weise erklären, wie Strom erzeugt, transportiert und genutzt wird. Von der „Tour de Watt“ über das Stromtanzen bis hin zum Photonenballwerfen ist alles dabei.

Erlebniswelt geschlossen

Wir bauen um! Aus diesem Grund ist die Erlebniswelt seit dem 18. Juli 2025 leider geschlossen. Danke für Ihr Verständnis.

Für ältere Kinder bieten sich auch Spezialführungen durch die Müllverbrennungsanlage Spittelau und das Kraftwerk Simmering an. Darüber hinaus gibt es spezielle Mitmach-Führungen für Volksschüler*innen über Wind- und Solarkraft.

Stromspartipps für den Schulalltag

Wer die Beleuchtung und elektronische Geräte im Schulalltag bewusst einsetzt, kann sehr gut Energie sparen. 

Beleuchtung effizient nutzen

Gerade in Bildungseinrichtungen ist der Stromverbrauch für die Beleuchtung sehr hoch. Folgende Tipps helfen beim Energiesparen:

  • Tageslicht nutzen: Räume möglichst so nutzen, dass natürliches Licht ausreicht.
  • LEDs statt Halogenlampen: Der Umstieg auf LED spart bis zu 80 Prozent Strom.
  • Bewegungsmelder installieren: Besonders in Fluren und Nebenräumen sinnvoll.

Nachts gilt: Licht ausschalten. Im Übrigen sind LED-Lampen geeignet für häufiges Ein- und Ausschalten und verbrauchen insgesamt weniger Energie. 

Tipp: Lichtschalter beschriften, damit nicht die falschen eingeschaltet werden. 

Elektronische Geräte bewusst einsetzen

  • Stand-by vermeiden: Geräte ganz ausschalten oder Steckdosenleisten mit Schalter verwenden.
  • Stecker ziehen: Nach Unterrichtsschluss sollten alle Geräte vom Netz genommen werden.
  • Gemeinsame Nutzung: Drucker und Beamer sollten zentral und nicht in jedem Raum einzeln verwendet werden.
  • Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren: Sie sind besonders hilfreich in Toiletten und Fluren, wo das Licht häufig unnötig eingeschaltet ist.

Heiz- und Lüftungsverhalten anpassen

  • Mehrmals täglich kurz alle Fenster öffnen, statt dauerhaft zu lüften.
  • Thermostate richtig einstellen. Eine Senkung der Raumtemperatur um 1 °C spart bis zu 6 % Heizenergie.
  • Nebenräume nur minimal beheizen: Lagerräume, Flure, Kopierraum etc. müssen nicht voll beheizt werden. Hier kann eine niedrigere Temperatur gewählt werden. 
  • Die optimale Raumtemperatur in Schulklassen beträgt 20 °C, in Turnhallen sind bereits 17 °C ausreichend. 

Warmwasser

Grundsätzlich gilt: Je weniger Warmwasser erhitzt werden muss, desto weniger Energie wird verbraucht. Bei Waschbecken, die ausschließlich zum Händewaschen genutzt werden, ist ein Kaltwasseranschluss ausreichend.

Darüber hinaus können Wasserhähne mit einem Durchflussbegrenzer ausgestattet werden. Dadurch wird dem Wasser Luft beigemischt, sodass der Wasserverbrauch reduziert wird.

Regelmäßige Wartung und Kontrolle

Heizungsanlagen, Lüftungen, Beleuchtungen und elektronische Geräte sollten in regelmäßigen Abständen gewartet und überprüft werden.

Erneuerbare Energie nutzen

Das Ziel der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) ist es, die Wiener Schulen möglichst unabhängig von fossilen Energieträgern zu machen. Deshalb kommen vermehrt in Schulen Wärmepumpen und Pelletskessel zum Einsatz. Bei Neubauten und Sanierungen wird, sofern umsetzbar, Photovoltaik genutzt. Im Zuge der Wiener Sonnenstromoffensive ist Wien Energie am Ausbau der Photovoltaikanlagen in der Stadt Wien beteiligt.

Fazit: Mit kleinen Schritten großes erreichen

Energiesparen in Schulen ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch klug. Schon einfache Maßnahmen zeigen große Wirkung – sowohl für das Budget als auch für das Umweltbewusstsein der Schüler*innen.

Mit kreativen Projekten, anschaulichen Materialien und praktischen Tipps wird das Thema Energie greifbar und motivierend vermittelt. So wird aus Stromsparen ein gemeinsames Ziel, das Bildung und Klimaschutz verbindet.

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