Stromverbrauch einer Steckdosenleiste
Steckdosenleisten sind in fast jedem Haushalt zu finden. Sie sind praktisch, um mehrere Geräte gleichzeitig mit Strom zu versorgen. Aber wie viel Strom verbrauchen sie? Wir klären auf.
Das Wichtigste in Kürze:
- Mehrfachsteckdosen können auch ohne angeschlossene Geräte Strom verbrauchen, abhängig von ihrer Art und den Zusatzfunktionen.
- Verbrauchswerte variieren je nach Steckdosenleiste und können zwischen 0,1 und 1 Watt liegen.
- Strommessgeräte sind die genaueste Methode, um den Verbrauch der Mehrfachsteckdosen zu messen.
- Praktische Tipps: Smarte Steckdosenleisten nutzen, Geräte komplett ausschalten und energieeffiziente Geräte verwenden.
Verbrauchen Mehrfachsteckdosen wirklich Strom?

Mehrfachsteckdosen sind praktisch, sie verfügen über 2 bis 8 Steckplätze an denen verschiedenste Geräte angeschlossen werden können.
Aber Achtung: Auch wenn keine Geräte angeschlossen sind, können Mehrfachsteckdosen Strom verbrauchen. Wie viel Strom sie verbrauchen, hängt von der Art der Steckdosenleiste ab.
Der Unterschied: Einfache vs. Steckdosenleisten mit Zusatzfunktionen
Es gibt aktive und passive Steckdosenleisten. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch Zusatzfunktionen und Stromverbrauch:
Passive Steckdosenleisten:
Passive Steckdosenleisten sind einfache Mehrfachsteckdosen ohne zusätzliche Funktionen wie Schalter, USB-Ports oder Überspannungsschutz.
Aktive Steckdosenleisten:
Aktive Steckdosenleisten hingegen haben zusätzliche Funktionen. Sie erhöhen den Komfort und die Sicherheit. Zu diesen Funktionen gehören:
- Schalter: Damit kann man die Steckdosenleiste komplett aus- und einschalten und den Stromfluss unterbrechen. So können angeschlossene Geräte im Standby-Modus keinen Strom verbrauchen. Im Gegensatz zur passiven Steckdose verbrauchen Geräte, die an aktive Mehrfachsteckdosen angesteckt sind, keinen Strom, wenn die Steckerleiste mit dem Schalter ausgeschaltet wurde.
- USB-Ports: Sie bieten die Möglichkeit, Geräte direkt über die Steckdosenleiste aufzuladen. Aber Achtung! Diese Ports verbrauchen auch dann Strom, wenn keine Geräte angeschlossen sind.
- Überspannungsschutz: Er schützt angeschlossene Geräte vor Spannungsspitzen, die durch Blitzeinschläge oder andere elektrische Störungen verursacht werden können.
Mehrfachstecker mit und ohne Schalter: Einfluss auf den Verbrauch
Steckdosenleisten ohne Schalter
Steckdosenleisten ohne Schalter (passive Steckdosenleisten) verbrauchen in der Regel keinen Strom, wenn keine Geräte angeschlossen sind. Aber Vorsicht! Wenn Geräte im Standby-Modus sind, verbrauchen sie auch Strom an der Steckdosenleiste.
Steckdosenleisten mit Schalter
Steckdosenleisten mit Schalter (aktive Steckdosenleisten) bieten den Vorteil, dass der Stromfluss komplett unterbrochen werden kann. Dadurch verbrauchen angeschlossene Geräte im Standby-Modus keinen Strom mehr. Aktive Steckdosenleisten weisen aufgrund ihrer eingebauten Zusatzfunktionen einen geringen Stromverbrauch auf, auch wenn keine elektrischen Geräte angeschlossen sind.
Wenn die Mikrowelle an eine solche Steckdosenleiste angeschlossen wird, muss jedes Mal nach dem Einschalten des Kippschalters die Uhrzeit und das Datum wieder eingestellt werden.
Steckdosenleisten als Master-Slave-System
Master-Slave-Steckdosenleisten sind intelligente Steckdosenleisten. Alle Slave-Geräte werden automatisch eingeschaltet, wenn der Master eingeschaltet wird. Zum Beispiel kann man den Computer an so eine Steckdose hängen. Wenn man den Computer einschaltet, schalten sich auch Monitor, Drucker etc. ein. Das ist im Homeoffice sehr praktisch.
Standby-Verbrauch: Was passiert, wenn nichts eingesteckt ist?
Wenn nichts in die Steckdosenleiste eingesteckt ist, verbrauchen passive Steckdosenleisten keinen Strom. Aktive Steckdosenleisten können aber einen minimalen Standby-Verbrauch haben, je nachdem, welche Zusatzfunktionen sie haben.
Verbrauchswerte im Überblick

Der Stromverbrauch von Steckdosenleisten ist unterschiedlich. Er hängt von den Geräten und den Herstellern ab. Man kann aber ungefähr folgende Werte erwarten:
- Einfache Steckdosenleisten: Sie verbrauchen keinen Strom, wenn sie ausgeschaltet sind.
- Steckdosenleisten ohne LED-Anzeige: Diese verbrauchen in der Regel keinen Strom, wenn keine Geräte angeschlossen sind.
- Steckdosenleisten mit LED-Anzeige: Diese können einen geringen Stromverbrauch haben, selbst wenn keine Geräte angeschlossen sind. Der Verbrauch liegt oft bei etwa 0,1 bis 0,5 Watt. Bei einem Verbrauch von 0,1 Watt verbraucht die Steckdosenleiste in einem Jahr 0,87 kWh.
- Steckdosenleisten mit USB-Ladefunktion: Diese verbrauchen ebenfalls Strom, auch wenn keine Geräte geladen werden. Der Verbrauch kann zwischen 0,3 und 1 Watt liegen
- Master-Slave-Steckdosenleiste: Solche Steckdosen sind sehr energiesparend, da die Slave-Geräte erst eingeschaltet werden, wenn der Master eingeschaltet ist. Der Verbrauch liegt unter 1 Watt pro Jahr.
So kann der Stromverbrauch selbst gemessen werden
Mit einem Strommessgerät
Ein Strommessgerät ist die genaueste Methode, um den Stromverbrauch einer Steckdosenleiste zu messen. Dazu wird das Messgerät zwischen Steckdose und Steckdosenleiste angeschlossen und der Verbrauch abgelesen. Bei uns im Servicetreff Spittelau kann man sich übrigens ein Messgerät ausleihen.
Ohne Messgerät: Verbrauch berechnen
Auch ohne Messgerät kann der Verbrauch gemessen werden. Dabei müssen die technischen Daten der Steckdosenleiste und der Stromverbrauch der angeschlossenen Geräte bekannt sein.
Praktische Tipps für weniger Stromverbrauch im Alltag
- Smarte Steckdosenleisten: Diese können den Stromverbrauch automatisch regulieren und bieten zusätzliche Funktionen wie Zeitsteuerung.
- Geräte komplett ausschalten: Standby-Modus vermeiden, wenn möglich Geräte komplett ausschalten.
- Energieeffiziente Geräte verwenden: Beim Neukauf sollte die Energieeffizienzklasse berücksichtigt werden.
Wie viele Geräte kann ich an einer Steckerleiste stecken?

Beim Kauf sollte unbedingt auf gute Qualität geachtet werden.
Jede Steckdosenleiste hat eine maximale Belastungsgrenze, die in der Regel auf dem Gerät selbst angegeben ist. Diese Grenze darf nicht überschritten werden, um Überhitzung und mögliche Brandgefahr zu vermeiden.
Mehrere leistungsstarke Geräte wie Heizlüfter, Mikrowellen oder Wasserkocher sollten daher nicht gleichzeitig an einer Steckdosenleiste angeschlossen und eingeschaltet werden. Diese Geräte sollten idealerweise direkt an eine Wandsteckdose angeschlossen werden.
Steckdosenleisten mit integriertem Überspannungsschutz schützen die angeschlossenen Geräte vor Spannungsspitzen.
Fazit
Steckdosenleisten sind unverzichtbare Helfer im Haushalt. Während passive Steckdosenleisten keinen Strom verbrauchen, wenn keine Geräte angeschlossen sind, können aktive Steckdosenleisten auch im Standby-Modus Strom ziehen.
Um den Stromverbrauch zu minimieren, empfiehlt es sich, Steckdosenleisten mit Schaltern zu verwenden oder eine smarte Steckdosenleiste in Betracht zu ziehen. Zudem sollte man beim Kauf auf die maximale Belastungsgrenze achten und leistungsstarke Geräte direkt an die Wandsteckdose anschließen. So lässt sich nicht nur Energie sparen, sondern auch die Sicherheit im Haushalt erhöhen.


