Tierwelt der Schafflerhofstraße: Die „Wiener Wildnis“ im Interview

Wir haben das Fotograf*innen-Duo der "Wiener Wildnis" gefragt, wie es für sie war, die tierischen Bewohner von Wiens größter Photovoltaik-Anlage vor die Linse zu holen.
Aktualisiert am: 22.08.2022
"Wiener Wildnis" Fotografen halten ihre Kameras in die Höhe. Porträtaufnahme.

Die zwei Fotograf*innen der Wiener Wildnis Verena und Georg Popp-Hackner – haben im Juni 2022 mehrere Tage auf dem Gelände der größten Photovoltaikanlage von Wien Energie, der Schafflerhofstraße, verbracht und dort auch unsere Mähschafe kennengelernt.

Dort konnten sie die Vielfalt an Tieren und Lebensraum einfangen, die die Anlage zu bieten hat. Wir haben die beiden interviewt und einen Einblick in die Welt der Fauna vor Ort bekommen.

Waren viele Tiere vor Ort und hat es Tiere gegeben, die euch überrascht haben?

Popp-Hackner: Ehrlicherweise sind wir mit der Erwartung ins Projekt gestartet, nur wenige Tiere zu sehen. Immerhin ist die Anlage sehr neu und eingezäunt. Umso mehr waren wir überrascht, dass sogar Hase und Fuchs durch den Zaun gefunden haben und plötzlich in der Anlage aufgetaucht sind.

Außerdem haben wir viele Insekten, Raubvögel und Fasane gesehen. Das war recht spektakulär!

Aufnahme einer Bachstelze, die bei der Photovoltaikanlage Schafflerhofstraße durch die Luft fliegt.
Ein Fasan im geschützten Bereich von Wiens größtem Solarkraftwerk.
Ein Mäusebussard kreist auf der Suche nach Futter über die Photovoltaik-Module der Wiener Schafflerhofstraße.
Aufnahme einer Bachstelze, die bei der Photovoltaikanlage Schafflerhofstraße durch die Luft fliegt.
Ein Fasan im geschützten Bereich von Wiens größtem Solarkraftwerk.
Ein Mäusebussard kreist auf der Suche nach Futter über die Photovoltaik-Module der Wiener Schafflerhofstraße.
Aufnahme einer Bachstelze, die bei der Photovoltaikanlage Schafflerhofstraße durch die Luft fliegt.
Ein Fasan im geschützten Bereich von Wiens größtem Solarkraftwerk.
Ein Mäusebussard kreist auf der Suche nach Futter über die Photovoltaik-Module der Wiener Schafflerhofstraße.
Aufnahme einer Bachstelze, die bei der Photovoltaikanlage Schafflerhofstraße durch die Luft fliegt.
Ein Fasan im geschützten Bereich von Wiens größtem Solarkraftwerk.
Ein Mäusebussard kreist auf der Suche nach Futter über die Photovoltaik-Module der Wiener Schafflerhofstraße.

Was war eine Besonderheit bei diesem Projekt für euch?

Popp-Hackner: Eine Besonderheit war für uns, dass sich gute Gelegenheiten ergeben haben, um Mäusebussarde zu fotografieren. Sie werden gerade in der Brutzeit oft von allen möglichen Krähen oder Falken verscheucht.

Am Gelände der Photovoltaikanlage haben sie offensichtlich ihren Frieden und können dort in Ruhe nisten.

Ein Mäusebussard zieht seine Runden über rund 25.000 PV-Modulen.
Ein Mäusebussard zieht seine Runden über rund 25.000 PV-Modulen.

Was war fotografisch am spannendsten für euch?

Popp-Hackner: Sobald man die vielen Tiere – wie Fuchs, Hase und die vielen Insekten – entdeckt hat, beginnt für uns der spannende Teil. Wir versuchen, die Tiere in einem Kontext mit der Umgebung zu fotografieren.

Darum ist es auch in diesem Projekt gegangen: Die Photovoltaikanlage im Bild mit einzugliedern. Das ist fotografisch für uns eine spannende Herausforderung.

Feldhase sitzt bei der Photovoltaikanlage Schafflerhofstraße am Boden und schaut in die Kamera.
Auch Schnecken finden einen geschützten Lebensraum am Schafflerhof.
Ein Rotfuchs zwischen Photovoltaik-Modulen.
Mindestens so süß wie der Feldhase, ein fleißiges Honigbienchen bei der Arbeit.
Eine grüne Heuschrecke mit langen Fühlern auf einem Photovoltaikmodul.
Feldhase sitzt bei der Photovoltaikanlage Schafflerhofstraße am Boden und schaut in die Kamera.
Auch Schnecken finden einen geschützten Lebensraum am Schafflerhof.
Ein Rotfuchs zwischen Photovoltaik-Modulen.
Mindestens so süß wie der Feldhase, ein fleißiges Honigbienchen bei der Arbeit.
Eine grüne Heuschrecke mit langen Fühlern auf einem Photovoltaikmodul.
Feldhase sitzt bei der Photovoltaikanlage Schafflerhofstraße am Boden und schaut in die Kamera.
Auch Schnecken finden einen geschützten Lebensraum am Schafflerhof.
Ein Rotfuchs zwischen Photovoltaik-Modulen.
Mindestens so süß wie der Feldhase, ein fleißiges Honigbienchen bei der Arbeit.
Eine grüne Heuschrecke mit langen Fühlern auf einem Photovoltaikmodul.

Am Gelände der Anlage grasen derzeit rund 150 Jura-Schafe. Wie haben sie auf euren Besuch reagiert?

Popp-Hackner: "Bei unserem ersten Aufeinandertreffen in der Früh war die Schafsherde offensichtlich neugierig. Sie haben ein großes Spalier gebildet – die Stärksten in der vordersten Reihe – und sind langsam auf uns zumarschiert.

Die Szene hätte gut mit der Musik vom Weißen Hai untermalt werden können. Tatsächlich waren sie aber nur neugierig und nach diesem Willkommensgruß sind wir gut miteinander ausgekommen. Herzig waren natürlich die kleinen Lämmer, die gegen Ende in der Herde dabei waren."

Zwei Schafe entspannen im Schatten unter einem Photovotoltaik-Modul.
Schafe grasen und ruhen sich unter Solarmodulen bei der Photovoltoltaikanlage Schafflerhofstraße auf einem Feld aus.
Eine Herde schwarz-weißer Schafe grast auf einem Feld unter Solarmodulen bei der Schafflerhofstraße.
Schafe grasen unter Solarmodulen auf einer Wiese in der Schafflerhofstraße.
Zwei Schafe entspannen im Schatten unter einem Photovotoltaik-Modul.
Schafe grasen und ruhen sich unter Solarmodulen bei der Photovoltoltaikanlage Schafflerhofstraße auf einem Feld aus.
Eine Herde schwarz-weißer Schafe grast auf einem Feld unter Solarmodulen bei der Schafflerhofstraße.
Schafe grasen unter Solarmodulen auf einer Wiese in der Schafflerhofstraße.
Zwei Schafe entspannen im Schatten unter einem Photovotoltaik-Modul.
Schafe grasen und ruhen sich unter Solarmodulen bei der Photovoltoltaikanlage Schafflerhofstraße auf einem Feld aus.
Eine Herde schwarz-weißer Schafe grast auf einem Feld unter Solarmodulen bei der Schafflerhofstraße.
Schafe grasen unter Solarmodulen auf einer Wiese in der Schafflerhofstraße.

Wieso macht ihr als Wiener Wildnis solche Projekte und was fasziniert euch daran?

Popp-Hackner: Das Projekt Wiener Wildnis machen wir mittlerweile schon seit etwa 10 Jahren und genau diese Themen faszinieren uns dabei so sehr. Das Spannungsfeld zwischen Natur und urbanem Raum. Genau das zeigt sich bei diesem Solarkraftwerk, wo gleichzeitig Stromproduktion, Artenschutz und sogar Landwirtschaft betrieben wird. Diese Themen werden in Zukunft immer wichtiger werden.

(Das Interview wurde im Jahr 2022 durchgeführt.)

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