6 Tipps zum Einfrieren von Lebensmitteln
Damit die Lebensmittel nach dem Einfrieren auch wirklich frisch und in bester Qualität aus der Tiefkühltruhe kommen, gibt es einiges zu beachten. Wir haben die wichtigsten Tipps rund ums Einfrieren zusammengefasst.
1. Produkte gefrierfertig vorbereiten
Obst und Gemüse putzen, trocknen und in Stücke schneiden. Gemüse ggf. blanchieren und in sehr kaltem Wasser oder Eiswasser abschrecken. Dadurch wird der Kochprozess unterbrochen und die Vitamine und Farbe bleibt erhalten. Nach dem Blanchieren das Gemüse abtropfen lassen, trocknen und einfrieren.
- Tipp: Blanchieren deaktiviert die Enzyme und reduziert die Anzahl der Mikroorganismen
- Tipp: Je schneller frisches Gemüse eingefroren wird, desto mehr Vitamine bleiben erhalten.
- Bereits gekochte Speisen sollten zuerst auf Zimmertemperatur abkühlen und dann erst eingefroren werden.
Das Gefriergut anschließend in kleine Portionen teilen und in geeignete Gefäße oder in spezielle Gefriersackerl geben. Wichtig ist, dass alles luft- und feuchtigkeitsundurchlässig ist.
Lebensmittel, die zum Einfrieren geeignet sind
| Lebensmittel | Tipp |
|---|---|
| Äpfel und Birnen | Pürieren oder klein schneiden |
| Brot, Kuchen, roher Teig | lassen sich sehr gut einfrieren |
| Gurken, Radieschen, Tomaten und Zwiebeln | Nur verarbeitet einfrieren, sie werden beim Auftauen matschig |
| Fettiges Fleisch | kann eingefroren werden, hält aber ohne Fettrand besser |
| Fleisch mit Knochen | Knochen sollten entfernt werden. Wenn das nicht möglich ist, sollten die Knochenenden mit Frischhaltefolie eingewickelt werden. |
| Mageres rotes Fleisch und Geflügel | Bestes Fleisch zum Einfrieren |
Lebensmittel, die nicht zum Einfrieren geeignet sind
Lebensmittel mit hohem Wassergehalt lassen sich nicht gut einfrieren. Das Wasser dehnt sich beim Gefrieren und verändert die Konsistenz.
Milchprodukte wie Milch, Joghurt und Käse lassen sich nicht gut einfrieren. Je höher der Fettgehalt, desto besser lassen sich diese Produkte einfrieren. Kartoffeln, Reis und Nudeln können natürlich auch eingefroren werden, schmecken aber frisch am besten. Reste am besten im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag verzehren.
2. Richtig verpacken – so geht’s
Lebensmittel werden am besten vor Vitaminverlust und Gefrierbrand geschützt, wenn möglichst wenig Luft in der Verpackung verbleibt. Ideal ist es, das Gefriergut zu vakuumieren.
Gefäße und Beutel sollten auf keinen Fall zu prall gefüllt sein. Da sich wasserhaltige Lebensmittel bzw. Speisen im gefrorenen Zustand ausdehnen, ist es wichtig, beim Einfrieren ca. 2 Zentimeter Freiraum zu lassen. Ist nicht genügend Platz zum Ausdehnen vorhanden, können sich Deckel lösen oder Gefrierbeutel platzen.
Lebensmittel können auch in Gläsern eingefroren werden, diese müssen jedoch luftdicht verschlossen sein. Die Gefäße sollten einen Gummi- oder Schraubverschluss haben. Gläser sollten nur zu 2/3 gefüllt werden, damit sie nicht platzen, wenn sich der Inhalt ausdehnt.
- Tipp: Den Deckel erst verschließen, wenn der Inhalt gefroren ist, damit die Luft während des Gefrierprozesses entweichen kann.
3. Einfrieren – je schneller, desto besser
Es ist wichtig, dass das Gefriergut so schnell wie möglich abgekühlt. Dadurch wird der natürliche Alterungsprozess der Lebensmittel unterbrochen. Einige Gefriergeräte verfügen sogar über eine sogenannte Schockfrost- Funktion.
Damit sich keine größeren Kristalle bilden, ist es empfehlenswert, das neue Gefriergut in das oberste Fach zu legen und die "Superfrost"-Taste zu drücken.
Unter 1.000 g pro Portion ist Schockfrosten nicht nötig. Dass alles gleichmäßig gefriert, ist wichtig, damit die Lebensmittel länger haltbar sind. Deshalb sollten nie zu viele Lebensmittel auf einmal ins Gefrierfach gegeben werden. Am besten alles flach auslegen und das frische Gefriergut nicht auf bereits gefrorene Sackerl und Behälter legen.
4. Verbrauchen – wann ist es Zeit, aufzutauen
Um den Überblick nicht zu verlieren, sollten die eingefrorenen Lebensmittel mit einem Datum versehen und beschriftet werden. So weiß man, welche Lebensmittel noch genießbar sind und welche besser entsorgt werden sollten. Bei einer Temperatur von -18 °C sind Lebensmittel am längsten haltbar.
Wird der Gefrierschrank wärmer eingestellt, verkürzt sich die Haltbarkeit der Lebensmittel. Bei -18 °C kann man sich in etwa an folgenden Haltbarkeitsrichtlinien orientieren:
| Lebensmittel | Haltbarkeit |
|---|---|
| Brot und Backwaren | 1–2 Monate |
| Fleisch/Fisch | 3–12 Monate |
| Gemüse: Zucchini, Tomaten, Sellerie, Meerrettich | bis zu 6 Monate |
| Gemüse: Kohl, Spinat, Rote Beete, Erbsen, Bohnen, Brokkoli | bis zu 12 Monate |
| Kräuter | 3–4 Monate |
| Käse | 2-4 Monate |
| Kuchen | 4-5 Monate |
| Milchprodukte | 2–6 Monate |
| Obst | 9–12 Monate |
| Selbstgekochte Speisen | 1–3 Monate |
| Wurst | 1–6 Monate |
5. Richtig auftauen

Lebensmittel sollten langsam aufgetaut werden. Viele Lebensmittel verlieren an Knackigkeit und Konsistenz, wenn sie gefroren in den heißen Topf kommen.
Wer seine Tiefkühlkost sehr schnell braucht, sollte sie in heißem Wasser oder in der Mikrowelle auftauen.
Fleisch, Fisch und besonders empfindliche Lebensmittel sollten am besten über Nacht im Kühlschrank aufgetaut werden. Bakterien werden nämlich nach dem Kälteschlaf wieder aktiv und vermehren sich bei warmen Temperaturen besonders schnell.
Deshalb sollten auch bereits eingefrorene rohe Lebensmittel wie rohes Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und Speisen aus rohen Eiern nach dem Auftauen nicht wieder eingefroren werden. Die Anzahl der Bakterien und Keime ist dann so hoch, dass das Produkt weitere Lagerzeiten qualitativ nicht übersteht.
6. Achtung, Gefrierbrand!
Gefrierbrand ist zwar weder ungesund noch schädlich, aber der Geschmack der eingefrorenen Lebensmittel leidet unter ihm und die Stellen verfärben sich weiß-grau-braun.
Gefrierbrand entsteht, wenn zu viel Sauerstoff mit eingefroren wird oder die Lebensmittel durch undichte Verpackungen mit kalter Frischluft in Berührung kommen. Die weißlich-grauen Stellen müssen großflächig entfernt werden.
Um Gefrierbrand zu vermeiden, sollten Lebensmittel immer luftdicht und in eng anliegender Verpackung eingefroren werden. Dies gelingt am besten mit einem Vakuumiergerät. Wer keines zu Hause hat, sollte die Luft so weit wie möglich herausdrücken und den Beutel anschließend mit den beiliegenden Klammern verschließen.
Wie lange halten Lebensmittel ohne Strom und wie soll der Kühlschrank eingeräumt werden? Wir beantworten viele Fragen rund um das Thema Energie auf unserem Blog. Mit unserem online Energiesparcheck findet übrigens jeder seine eigenen Stromfresser im Haushalt.


