Warum du unbedingt zu LEDs greifen solltest

Der Einsatz von LEDs hat viele Vorteile. Was LEDs überhaupt sind, wie sie funktionieren und was du beim Kauf unbedingt beachten solltest, verraten wir dir hier.
Aktualisiert am: 12.01.2023
Hände halten eine leuchtende Glühbirne voller kleiner Lichterketten vor einem dunklen Hintergrund.

Was sind LEDs?

Licht Emittierende Dioden, LEDs, sind Lichtquellen, die für die Erzeugung von viel Licht besonders wenig Energie benötigen. Sie strahlen nicht, weil sie heiß sind oder glühen, denn LEDs sind aus Materialien, die Licht auch ohne Hitze abgeben können.  LEDs sind sogenannte Halbleiterdioden. Mit LED-Lampen senkst du deinen Energiebedarf pro Lampe um mindestens 80 % im Vergleich zu gleich hellen Glühlampen. Außerdem ist die Lebensdauer 50-mal höher als die von herkömmlichen Glühlampen und doppelt so lange wie die von Energiesparlampen.

Durch die hohe Energieeffizienz der LEDs erwärmen sie sich viel weniger als herkömmliche Glühlampen. Das kommt insbesondere im Sommer deinem Raumklima zugute.  Obwohl die Anschaffungskosten höher sind, rentiert sich also der Umstieg auf LEDs, denn ihre Lebensdauer ist um einiges länger und der Stromverbrauch ist viel geringer.

Hier gibt’s eine kurze Übersicht der wichtigsten Vorteile von LEDs. Am Ende des Artikels findet ihr noch mehr!

Wie funktionieren LEDs?

Hängende Glühbirnen werfen ein warmes Licht in einen dunklen Raum, während große Fenster den Blick auf einen schwach blauen Himmel freigeben.

LEDs sind sogenannte Halbleiterdioden. Sie erzeugen Licht durch Bewegung von Elektronen in einem Halbleitermaterial. Halbleiter sind Stoffe, die Eigenschaften von Nichtleitern und Leitern besitzen. Im Ruhezustand sind sie nicht leitend. Erst wenn eine bestimmte Spannung angelegt wird, leiten die Halbleiter elektrischen Strom. Leiter sind hingegen Materialien, die elektrischen Strom immer gut leiten können, zum Beispiel Kupfer und andere Metalle. Nichtleiter sind das Gegenteil, nämlich Materialien, die elektrischen Strom nicht leiten, zum Beispiel Kunststoffe. Nichtleiter werden auch als Isolatoren bezeichnet. 

Je nach Halbleitermaterial leuchten die Dioden eigentlich in den Farben Rot, Grün, Gelb oder Blau. Erst 1995 gelang es, die ersten LEDs mit weißem Licht herzustellen. Das liegt daran, dass weißes Licht nur aus einem Farbmix erzeugt werden kann. 

Weiß ist aber nicht gleich Weiß. Beim Lampenkauf für Wohnräume solltest du unbedingt die Lichttemperatur und Farbwiedergabe wählen, mit denen du dich zuhause auch wohlfühlst.

Wie finde ich die richtige Farbtemperatur?

Die Lichtfarbe von LEDs wird in Kelvin angegeben. Dabei liegen die Angaben auf der Verpackung zwischen 2.700 Kelvin und 6.500 Kelvin. Je höher der Kelvin-Wert, desto weißer und kälter empfindet man Licht.

Das Qualitätslichtspektrum der LED-Technik ist sehr groß. Die besten LEDs haben eine sehr gute Lichtqualität, die mit Halogenlicht vergleichbar ist. Kaltes LED-Licht kennen wir z. B. von Taschenlampen und einfachen Radlichtern.

Wenn es aber um die Beleuchtung zu Hause geht, kannst du mit LEDs auch eine warme Lichtatmosphäre schaffen. Achte beim Kauf darauf, dass du die Farbe „Warmweiß“ wählst.

Warmweiß“ reicht von 2.700 bis 3.200 Kelvin. Bei 3.500 bis 5.000 Kelvin spricht man von „Neutralweiß“ und bei allem über 5.000 Kelvin von „Kaltweiß“.

Watt ist nicht gleich Helligkeit

Bei Glühbirnen sind wir gewohnt: Je mehr Watt, desto heller. Tatsächlich sagt der Strombedarf wenig darüber aus, wie viel Licht eine Lampe wirklich abgibt. Verschiedene Lampentypen leuchten nämlich bei der gleichen Wattzahl unterschiedlich hell. 

Je höher der Wert, desto stärker der Lichtstrom.  

LED-Lampen sind energieeffizienter als Glühbirnen und Energiesparlampen. Sie benötigen weniger elektrische Leistung, um die gleiche Helligkeit zu erreichen. So viel Lumen erzeugen verschiedene Lampen beim Verbrauch von 1 Watt: 

LampeLichtausbeute pro Watt
Glühlampeca. 10 lm/Watt
Halogenlampeca. 20 lm/Watt
Energiesparlampeca. 75 lm/Watt
LED-Lampeca. 140 lm/Watt

Noch mehr Vorteile von LEDs

  • Sie sind besonders stoß- und vibrationsfest.
  • Sie bieten viele unterschiedliche Gestaltungs- und Designmöglichkeiten.
  • Sie ermöglichen ein zielgerichtetes, nahezu punktförmiges Licht, also eine fast verlustfreie Lichtlenkung.
  • Ihr Licht entwickelt kaum Wärme im Lichtkegel.
  • Sie haben eine hohe Farbsättigung und eine gute Farbwiedergabe.
  • Sie geben sofort flackerfreies Licht und sind stufenlos dimmbar.
  • Sie haben keine UV- und kaum Infrarotstrahlung, daher fliegen Insekten LEDs kaum an und es wachsen keine Algen, wenn man Wasserflächen mit LEDs beleuchtet.
  • Sie sind quecksilberfrei und deshalb kein Sondermüll.
  • Sie werden als Elektroschrott entsorgt, so kann der enthaltene Halbleiterwerkstoff recycelt werden.
Was sind LEDs? » Funktionsweise & Vorteile | Wien Energie