Fußbodenkühlung und Fernkälte: Alternative zur Klimaanlage
Die Temperaturen in den heißen Monaten des Jahres steigen kontinuierlich. An Hitzetagen über 30 Grad hält man es ohne Kühlmöglichkeit kaum in den eigenen vier Wänden aus. Viele Wiener*innen wünschen sich in dieser Zeit Klimaanlagen. Wir haben eine klimaschonende Lösung.
Expert*innen gehen davon aus, dass wir in weniger als 20 Jahren etwa gleich viel Kühlenergie wie Heizenergie brauchen. Damit der steigende Bedarf an Kühlung in Wohnungen und Büros gedeckt werden kann, arbeitet Wien Energie an unterschiedlichen Lösungen.
Wie funktioniert die Fußbodenkühlung?
Die Fußbodenkühlung kühlt – wie der Name schon verrät – über die bestehende Technik der Flächenheizung im Fußboden. Das Wasser wird mit etwa 21 Grad durch die Heizschlaufen der Flächeninstallation geschickt. Damit kann der Raum angenehm temperiert und je nach Rahmenbedingungen, um bis zu fünf Grad abgekühlt werden. Das System erzielt im dauerhaften und langfristigen Betrieb die beste Wirkung. Ziel ist eine sanfte Temperierung der Wohnung mit möglichst wenig technischem Aufwand.
Woher kommt die Fußbodenkühlung?
Flächenkühlungen nehmen die Wärme aus den Wohnungen auf und transportieren sie zunächst einmal in den Technikraum des Gebäudes. Je nach Ausstattung erfolgt die Rückkühlung dann über einen Fernkälteanschluss oder eine Kältemaschine bzw. reversiblen Wärmepumpe vor Ort.
Die Speicherung der Abwärme mittels Sonden ins Erdreich, ohne den Einsatz einer Kältemaschine („Free-Cooling"), ist ebenfalls eine Möglichkeit, Wohnungen zu temperieren. Über die Sommermonate wird die aus den Wohnungen entzogene Wärme so in bis zu 150 m in den Boden gespeichert und kann während der kalten Jahreszeiten mittels Wärmepumpe für die Heizung wieder genutzt werden.
Wo kommt die Fußbodenkühlung zum Einsatz?
Energieversorgungskonzepte mit Flächenkühlsystemen kommen z.B. bei einigen Baufeldern am Nordbahnhof, beim Village im Dritten oder bei Projekten wie Joseph-Lister-Gasse oder Kirschblütenpark zum Einsatz.


