Urbane Hitze: Wien bleibt Cool
36 Grad und in der Stadt wird's noch heißer. Was können die Wiener*innen und die Stadt selbst gegen die immer wärmer werdenden Sommer tun? Und welche Maßnahmen setzt Wien Energie? Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst!
Mit dem Klimawandel werden Hitzeperioden häufiger, länger und heißer. Das zeigen auch Extremwertstatistiken. Welche Maßnahmen sind nötig, um die urbane Lebensqualität der Städte auch während der Hitze im Sommer zu erhalten? Wie steht die Stadt Wien da und welche klugen Kühllösungen bietet Wien Energie als größter regionale Energieanbieter an?
Wie steht Wien im Vergleich zu anderen Metropolen da?

In Städten leben bald 60 % der Weltbevölkerung. Deshalb müssen wir den Klimaschutz vorantreiben, um die Krise zu bekämpfen.
Speziell durch den hoch gelegenen Wienerwald, die Hochquellwasserleitung, durch den Gebirgsfluss Donau und die vielen Naherholungsgebiete im Umkreis von Wien stehen wir grundsätzlich sehr gut da.
Dennoch geht Wien Energie in die Offensive und zeigt, wie der Klimaschutz in der Stadt gelingt. Wir tun alles, damit auch zukünftige Generationen das Leben in der lebenswertesten Stadt der Welt genießen können.
Klimaschutz in der Stadt: Sonnenenergie

Damit die Energiewende gelingt, müssen die erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden – allen voran die Sonnenkraft. Wien Energie betreibt bereits heute 300 Solarkraftwerke und ist somit der größte Photovoltaikbetreiber Österreichs.
Bis 2030 sollen 250.000 Haushalte in Wien mit Sonnenstrom versorgt werden. Der stetige Ausbau der Erneuerbaren Energien trägt einen wesentlichen Beitrag zur CO₂-Neutralität bei.
Nachhaltige Wärmeversorgung sorgt für kühlere Sommer
Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien ist der Wärmesektor ein wesentlicher Hebel für die Klimaneutralität. Die Fernwärme von Wien Energie ist führend in umweltfreundlicher Wärmeversorgung und spart jährlich 1,5 Mio. Tonnen CO₂.
Um gänzlich klimaneutral zu werden, werden die Quellen der kombinierten Nutzung von Abwärme stetig erweitert. Neben der Müllverbrennung, wie unter anderem in der Spittelau, soll auch vermehrt auf Abwärme aus der Industrie gesetzt werden. Großes Potential sieht Wien Energie auch in der Nutzung von Geothermie und der Entwicklung neuer Energieträger wie Wasserstoff und grünem Gas.
Welche gezielten Maßnahmen werden von der Stadt Wien gegen die Hitzewellen im Sommer getroffen?
- Mehr Parks, Grünflächen und Bäume
- Nebelduschen im öffentlichen Raum
- Entsiegelung von Flächen durch Schaffung von Grünraum und Wasserflächen, Brunnen oder Wasserspielen als lokale Kühlzonen
- Pflanzung von Bäumen, Begrünung von Parkstreifen durch Einsatz von Modulen aus dem Programm "Raus aus dem Asphalt": Coole Parks und neue Bäume
- Einsatz des Schwammstadt-Prinzips
- Förderung der Schaffung von Grätzl-Hauptplätzen mit mehr Grünanteil, höherer Aufenthaltsqualität und mehr Möglichkeiten für regionale Nutzung (zum Beispiel Märkte oder kleine Veranstaltungen)
Auf welche kühlen Inseln kann ich mich in Wien an heißen Sommertagen retten?
Kühle Abfahrt
Rein in den Zug, raus aus der Stadt, das geht im Sommer immer – und das Gute ist: Die Abkühlung beginnt schon, bevor man überhaupt in den Zug einsteigt: Der Wiener Hauptbahnhof wird nämlich mit Fernkälte versorgt. Deshalb ist es dort im Sommer auch angenehm kühl.
Kühle Wohnungen
Man kann auch selbst was zur Abkühlung beitragen. Am besten ist es, wenn man die Räume in der Wohnung so dunkel wie möglich hält. Außerdem werden seit 2019 Hunderte Wohnungen mit Fernkälte auf angenehme Temperaturen gebracht. Beispielsweise jene im Nordbahnviertel.
Kühle Pause
Gerade für die Kleinsten kann die Sommerhitze anstrengend sein. Die Stadt hat deswegen sogenannte Wasserspielplätze angelegt. Die eigenen sich neben den Nebelduschen und mobilen Brunnen ideal zum Abkühlen. In der „Cooles-Wien“-App der Stadt Wien sind die jeweiligen Standorte ersichtlich.
Kühle Hallen
Kühle Orte in Wien gibt es auch im Sommer. Beispielsweise werden viele öffentliche Gebäude mittels Fernkälte gekühlt. Beispielsweise das MAK, das Kunstforum im ersten Bezirk oder die SCS.
Das ist nicht nur für uns angenehm, sondern auch für die Umwelt. Fernkälte verbraucht im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen nämlich bis zu 70 Prozent weniger Energie.
Kühle Häuser
In Wien liegt das Potenzial für Fassadenbegrünung bei rund 10.000 Hektar, das ist eine ganze Menge. Tatsächlich wirkt eine grüne Fassade wie eine große Klimaanlage: Sie kühlt die Häuser und die Umgebung um 0,5 bis 3 Grad ab.
Immer mehr „Grüne Kälte“ für heiße Tage

Seit 2007 produziert Wien Energie umweltfreundliche Fernkälte. Gegenüber herkömmlichen Klimaanlagen ergeben sich durch die Nutzung von Fernkälte-Systemen zahlreiche Vorteile.
Um für nachhaltige Abkühlung zu sorgen, setzen wir auf den Ausbau der Fernkälte und investieren bis 2027 insgesamt 90 Millionen Euro und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Kühlung der Stadt Wien.


