Energieleitstelle: Wiens Kommandozentrale in Erdberg
Für was ist eigentlich eine Energieleitstelle zuständig? Warum ist sie so wichtig? Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu.
Seit 2021 läuft unsere Kommandozentrale in Erdberg auf Hochtouren. Denn in der Energieleitstelle, also in der Warte, laufen alle Informationen aus Fernwärme und den Kraftwerken zusammen. Aber das ist nicht alles, denn dazu kommen ebenso Daten der Energiehandelsmärkte, sowie die aktuellen Wetterprognosen. Solange hier alles rund läuft, ist dafür gesorgt, dass niemanden kalt wird und die Ressourcen bestmöglich eingesetzt werden.
Ausstattung der Kommandozentrale

Damit es in der Energieleitstelle rund läuft, braucht es nicht nur gutes Teamwork, sondern auch reichlich Platz. Denn auf 800 Quadratmetern, ausgestattet mit modernsten Büromöbeln, mit ergonomischen Stühlen und höhenverstellbaren Tischen, arbeitet es sich einfach besser. Und das ist auch gut so, denn bei einer 12-Stunden Arbeitsschicht vertritt man sich schon mal gerne die Beine, oder arbeitet stehend.
Die Warte ist übrigens so gebaut, dass sich trotz der Größe und der Menge an Menschen die gleichzeitig arbeiten, jeder und jede verstehen kann. Wie das funktioniert? Aufgrund eines einzigartigen Konzeptes, das die Akustik im Raum perfekt ausbalanciert. So können alle barrierefrei kommunizieren. Anhand eine Matrix ist jeder Computer mit jedem Monitor verbunden. So können die Mitarbeiter*innen jederzeit und überall auf alle einlaufenden Informationen zugreifen.
Schichtbetrieb für Wien's Fernwärmeversorgung

In zwei Teams wird hier die Fernwärmeversorgung Wiens überwacht und gesteuert. Und die Lichter hier gehen nie aus, denn die Energieleitstelle ist 24 Stunden besetzt. Die Expert*innen sorgen dafür, dass es in allen 470.000 Haushalten, die an das Fernwärmenetz angeschlossen sind, ausreichend warm ist. Die Wärme dafür kommt aus unterschiedlichen Quellen, zum Beispiel aus der Spittelau, dem Heizwerk der Manner-Fabrik oder aus dem Kraftwerk Simmering.
Schnelles Reagieren auf Temperaturumschwüngen

Das Wetter spielt für die Arbeit eine wesentliche Rolle, denn schon kleine Temperaturumschwünge können zu mehr Energieverbrauch führen und dieser muss vorausgeplant werden. Denn, ist es draußen bewölkt, schalten viele Wiener*innen ihr Licht zu Hause früher an, als bei strahlendem Sonnenschein.
Das Gleiche gilt für das Heizen, schon ein bis zwei Grad Celsius weniger, können zu einem starken Anstieg des Wärmeverbrauchs führen. Genau für diese Variablen sind unsere Expert*innen, der Kommandozentrale gerüstet. Denn eines haben sie allemal gemeinsam: sie sind gut in Mathematik.


